Freitag, 11. Mai 2012

[Rezension] Sören Sieg - Superdaddy



Leseprobe 



Eckdaten:
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: List Hardcover (8. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471350764
ISBN-13: 978-3471350768

Covertext:
Superdaddy ist eine Extremsportart. Es ist die Steigerung von Zehnkampf und Ironman. Der Superdaddy kann gleichzeitig seine Tochter von der Polizei abholen, seinen großen Sohn nach Läusen absuchen, eine unbezahlte Kolumne schreiben, seine Schwiegereltern bekochen, seinen kleinen Sohn über einen Alptraum hinwegtrösten, eine neue Tagesmutter suchen und seine Frau oral befriedigen. Aber was ist eigentlich mit ihm? Auf seiner To-do-Liste steht er selbst an letzter Stelle. Das will er ändern. Nur wie? 

Zum Buch:
Philipp und Charlotte sind Eltern von 3 Kindern. Nichts ungewöhnliches, nur dass in dieser Familie die Mutter auf Karriere aus ist, ihre nächste Professur steht an, so dass ihrem Mann Philipp die Haushaltsbewältigung und die Kinderbetreuung obliegen, weil Charlotte dafür weder Interesse noch Zeit hat.
Das ist auch alles kein Problem, denn Philipp liebt seine Kinder und da er als Comedian nicht so erfolgreich ist, wie er es gern wäre, bleibt ihm für die Kinder jede Menge Zeit. Erfolgreich meistert er die mittleren und größeren Katastrophen, die ihm seine Kinder bescheren. Das alles ändert sich, als auch er auf der Karriereleiter noch oben schnellt, denn die Zeit für die KInder ist nun knapp und Charlotte denkt gar nicht daran, auf ihre Arbeit und Karriere zu verzichten.
Der Spagat zwischen Arbeit und Familie scheint nicht mehr ohne Abstriche machbar zu sein, so dass er recht bald erkennt, dass er sich zwischen Familie und Beruf entscheiden muss oder gibt es doch noch eine Alternative? ...

Ist dieser Daddy wirklich ein super Daddy? oder eher einer, mit dem man machen kann. was man will? Auch wenn er zu 100 % für seine Kinder da ist und seiner Frau beruftlich den Rücken freihält, damit sie sich entfalten kann, erscheint er eher so, als könnte man alles an ihm abladen.
Er bricht mal eben eine Veranstaltung ab, ohne sich wirklich der Konsequenzen bewusst zu sein, weil sein Sohn sich die Hand am Herd verbrannt hat.
Diese und so ein paar andere Situationen kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Auch die Reaktion der Mutter darauf ist schlecht nachvollziehbar. Eine Mutter, die sich so wenig für die Kinder interessiert, wenn man mal vom ins Bett bringen und herumalbern absieht, erschien mir nicht so recht glaubwürdig.
Interessant war mitzuerleben, wie Philipp versucht, allen gerecht zu werden, vor allem, als er die Karrierestufe nach oben geklettert ist. Seine Agentin schupst ihn herum, von seiner Frau bekommt er keine Unterstützung und nach wie vor ist er für die Kinderbetreuung zuständig. Dass das nicht funktionieren kann, ist vorprogrammiert. Sehr sehr spät versucht er sich durchzusetzen, da ist es fast zu spät.
Die Protagonisten sind auf alle Fälle Eltern, die ich nicht hätte haben wollen. Der Vater zu gluckig, die Mutter zu desinteressiert.
Trotz dieser Anmerkungen hatte ich Spaß beim Lesen.
Der Schreibstil war flüssig und ließ sich gut lesen. Es gab keine Längen und Langeweile kam beim Lesen auch nicht auf.
Viele Sachen waren wirklich witzig, wenn auch in meinen Augen nicht ganz real. Da muss ich nur an den Freund denken, der die Wohnung als Stundenhotel genutzt hatte.
Ich fühlte mich gut unterhalten und konnte zwischendurch immer mal wieder dankbar sein, dass ich meine Kinder ohne solch besondere "Einlagen" erzogen hatte.

Für das Buch hätte ich gern 3,5 Pfötchen gegeben, da mir aber keine halben Pfötchen zur Verfügung stehen und der Unterhaltungswert doch gegeben war, vergebe ich 4 Pfötchen. 

Bewertung:


Zum Autor:
(Text von Ullsteinverlag)
Sören Sieg, geboren 1966, ist Autor und tourt mit dem A-cappella-Quartett LaLeLu. Er lebt mit seiner fünfköpfigen Familie in Elmshorn. Bei List erscheint im Juni 2012 sein erster Roman Der Superdaddy.

HP von Sören Sieg

Die Bibliographie seiner Bücher findet ihr auf unserer Autorenseite



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Amazon und dem Ullsteinverlag 

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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