erklärte sich bereit, dem neugierigen Katzenpersonal ein paar Fragen (oder ein paar mehr) zu beantworten.
E. M., du schreibst unter einem geschlechtsneutralem Pseudonym. Auch deiner offiziellen Biografie ist nicht zu entnehmen, welchem Geschlecht du angehörst. Was hat es damit auf sich?
Für mich
war nur der Thriller wichtig, ich wollte jegliche Ressentiments gegen eine Weibliche
oder einen Männlichen Autorin/Autor von Anfang aus dem Spiel halten. Egal ob
Mann oder Frau, die Story sollte den Ausschlag geben. Klar war das nicht lange
durchzuhalten, denn sobald man das erste Presseinterview gibt, legt meine seine
Persönlichkeit offen.
Warum hast du angefangen Bücher zu schreiben? Eigentlich wollte ich vor langer Zeit Literaturwissenschaft studieren und im Journalismus Fuß fassen, doch wie das Leben so spielt, landete ich in der Finanzwelt. Fulltime-Job, damals alles eine Zeitfrage, fand ich immer Zeit zum Lesen, doch wenn ich schrieb, dann Finanzpläne und Berichte, die im Übrigen auch eine Art von Thrillern sind, grins!
Sicherlich
hast du auf positive Resonanz deiner Bücher gehofft, aber ganz ehrlich,
was war das für ein Gefühl, als dich eine begeisterte Rezension nach der
anderen erreichte?
Man hofft
immer! Schau, ich schreibe in erster Linie aus Spaß daran. Aber wenn ich es
schaffe Leser zu begeistern, zu fesseln, das ist dann die Belohnung für die
Mühe. Eine super Rezension ist für einen Autor wie der Applaus für den
Schauspieler. Ein tolles Gefühl, an manchen Tagen bekam ich ein Grinsen nicht
mehr aus dem Gesicht.
Bei der Angels-Reihe handelt es sich um Mystery-Thriller – wie kam es, das du mit diesem Genre debütiert hast? Ich lese und rezensiere selbst sehr viele Thriller da lag es auf der Hand einen Thriller zu schreiben. Aber ich wolle eine außergewöhnliche Story! Eine okkulte Sekte sollte es unbedingt sein und damit ist man schnell mal im Mystischen angekommen, aber Desperate Angels war so viel mehr. Eine Liebesgeschichte, ein männlicher Protagonist, mit vielen Facetten, der auch einiges erleiden musste, dass normalerweise nur weiblichen Opfern passiert. Es ging mir auch um den 21.12.2012, ich wollte zeitnah schreiben, das Buch erschien im Mai 2012 und zielte auf den sogenannten Weltuntergangstag ab. Es passierte einigen Lesern, dass sie ein Kapitel mit der Überschrift „8. September 2012“ lasen und merkten: „Ups das ist ja heute!“ Band 4 der Angels-Reihe, der gleichzeitig der Abschlussband ist, ist in Arbeit. Wann wird dieser erscheinen und kannst du uns schon etwas darüber berichten? Oh, Oh, versuchst du gerade was aus mir raus zu kitzeln (meine Augenbrauen gehen nach oben…) Kerry, darin bist du ja wirklich gut, das weiß ich mittlerweile! OK, was wäre wenn Don Viggen einer Frau begegnet, die ihn in ein stotterndes Irgendwas mit Hundeblick verwandelt. Mehr kriegst du dieses Mal nichts aus mir raus! Grins!
Band 4 ist
für die Frankfurter Buchmesse 2014 geplant. Danach schauen wir mal. Sag niemals
NIE!
Die Cover deiner Bücher zeichnen sich durch ein wundervolle Zeichnungen von Crossvalley Smith aus. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit (wobei ich hierbei anmerken muss, dass ich gerade auf Grund des Covers von „Desperate Angels“ auf deine Bücher aufmerksam wurde)? Es sind keine Zeichnungen mit denen Crossvalley arbeitet, es ist Photoshop Artwork oder Digital Graphic Design. Der Verlag hat diesen Künstler für Desperate Angels entdeckt. Nachdem er das erste Buch begeistert gelesen hatte, bekamen wir persönlichen Kontakt und das war fantastisch. Denn dadurch konnten wir Band II und III gemeinsam erarbeiten. Das läuft dann so ab, dass ich ihm meine ungefähren Vorstellungen beschreibe und ein wenig von der Geschichte erzähle. Dann legt er los und für Fanatic Angels brauchten wir insgesamt nur drei Entwürfe. Erst wenn er und ich denken, das Cover ist ideal, bespreche ich das mit dem Verlag. Meist hat Medu dann noch die eine oder andere Idee, um dem Ganzen das Sahnehäubchen zu verpassen. Ich muss sagen, die Freiheit, die mir mein Verlag in der Hinsicht gewährt ist phänomenal. Abgesehen davon ist Crossvalley Smith bemerkenswert, als Künstler und Mensch. Leider ist ein Ende der Angels-Reihe in Sicht. Werden wir weitere Werke von dir zu lesen bekommen, vielleicht eine neue Reihe oder ein neues Genre, in dem du dich verwirklichen willst? Nach Band vier, werde ich definitiv erst einmal eine andere Story schreiben. Leider ist die schon wieder so klar in meinem Kopf, dass ich am liebsten Morgen anfangen würde, doch das würde ich Nate niemals antun! Es wird wieder ein Thriller, in dem es um eine Gruppe von befreundeten Teenagern geht, die in einen Mordfall hineingezogen werden. Außerdem habe ich auch noch eine Science Fiction Trilogie, die überarbeitet werden muss, aber im Grunde bereits geschrieben ist. Ja, und meine Angels… schon jetzt suchen mich Don und der Rest der Gang heim und nörgeln rum, dass es nur vier Bände gibt. Ich kann Dir sagen, das sind Diskussionen!
Du
selbst rezensierst ebenfalls Bücher und veröffentlichst diese Rezensionen
jedoch unter deinem bürgerlichen Namen (den wir hier natürlich nicht Preis
geben werden). Haben die Rezensionen deiner eigenen Bücher deine
Besprechungen zu anderen Büchern beeinflusst?
Mhm, jetzt war erst einmal nachdenken angesagt. Gute Frage Kerry. Ehrlich, nein haben sie nicht. Ich habe immer genau so hart eine Rezi geschrieben wie vor meiner Schreiberei, aber hier und da mit einem schlechten Gewissen. Ich habe mich selbst gefragt, wer bist du eigentlich, dass du so hart urteilst. Da aber die kleine Zeitung für die ich schreibe nur positive Rezis veröffentlicht, habe ich nie einen Autor diskreditiert. Die wirklich schlechten Rezis schicken wir normalerweise an die Pressesprecher der Verlage.
Das hatte
auch sehr positive Effekte. Ich las einen wirklich guten Regio-Thriller, die
Story fantastisch, doch nach dem hundertsechzigstem Fehler habe ich aufgehört zu
zählen. Also schrieben wir an den Verlag: „Meine Güte, was tut ihr dem armen
Autor an, das ist eindeutig ein Problem des Lektorats.“ Ich habe richtig
mitgefühlt, was der arme Autor mitmachen musste.
Doch der
Verlag kam auf uns zurück und sagte uns: „ Wir wissen, was passiert ist und
haben die gesamte Auflage zurückgezogen und eingestampft, die Neue korrigierte
ist bereits unterwegs.“ Gut dachte ich, das ist wirklich die richtige Reaktion,
auch wenn so etwas Unmengen an Geld verschlingt.
Ich war sehr
beeindruckt von diesem Verlag, denn du musst wissen, es gibt zwei richtig große
Momente für einen Autor.
Also ist die richtige Antwort: „Nein meine eigenen Thriller
und die Rezensionen dazu beeinflussen nicht mein Urteilsvermögen bei anderen
Büchern. Ich
versuche nicht zu vergleichen. Ich schreibe Rezensionen wie ein Leser, nicht
wie ein Autor!“
Nate, dein Protagonist aus der Angels-Reihe ist eine wirklich außergewöhnliche Figur. Wie kamen dir die Ideen zu ihm? Wurde er von einem realen Menschen beeinflusst? Einen real existierenden Nate, mhm, ob es den wohl gibt? Dann möchte ich gerne wissen wo, smile!
Nate ist schon
besonders, ein Mann, wie er mir in meinem Leben nur bruchstückhaft begegnet
ist. Nehme ich all die Männer, die mir imponiert haben zusammen, dann kann man
daraus einen Nate bastelt. Jeder von ihnen hatte gewisse Teile, aber nie das
gesamte Paket, grins.
Ich hatte
von Anfang an eine sehr genaue Vorstellung davon wie Nate sein sollte.
Ein
Protagonist, mit Schwächen und Stärken. Außerdem sollte er ein sehr präsenter
Mann. Verletzlich, weich, ehrgeizig,
irgendwie auch genial und voller Freude auf das Leben. So fängt er mit seinen
sechsundzwanzig Jahren beim FBI an. Dann holt ihn das Leben ein, er leidet und
das richtig, denn seine Erlebnisse lösen ein Trauma aus. Nichts Unrealistisches,
denn wenn jemand so etwas erlebt, dann ist er gebrochen und braucht Hilfe. Er
reift, wird erwachsen an seinen Erlebnissen, doch gibt nie die Hoffnung auf.
Die Hoffnung, das einzigartige Gefühl der Liebe wieder zu finden. Er ist sehr verantwortungsvoll,
was seinen Beruf angeht und achtet auf seine Mitmenschen, Freundschaft ist
wichtig für ihn.
Er reift zu
einem erwachsenen Mann, der mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen
steht, doch in Fanatic Angels zeigen sich dann plötzlich auch
Charaktermerkmale, die überraschen. Nate kann hart sein auch zu den Menschen,
die er liebt, reagiert zügellos und egoistisch. Nun ja, im vierten Teil kommt dann eine letzte
Komponente von Nate zu Vorschein, dann ist das Bild komplett.
Du hast Nate eine eindrucksvolle Partnerin „Catherine“ und einen wunderbaren Freund „Don“ zur Seite gestellt. Wie entstanden diese Figuren? Cat, sie ist genau wie Nate im Wandel. Aus der ungezogenen Göre wird eine Frau, klug, stark und noch viel mehr. Wo sie in Guardian Angels, den Überblick behält und die größte Stütze wird für Nate, so zeigt sie in Fanatic Angels auch ihre unerfahrenen, jugendlichen Anteile. Es ist entscheidend Gegensätze zu schaffen und diese zu konfrontieren. Don ist das beste Beispiel, er ist äußerlich das extreme Gegenteil von Nate. Ein Mann versnobt, reich, ein Genie, rüpelhaft aber hat trotzdem Herz. Lass solche Gegensätze aufeinander los und du hast interessante Handlungen, Dialoge. Manchmal witzig und das ist wichtig, denn der Leser und auch Autor braucht Verschnaufpausen. Es ist wichtig mal zu lachen und zu entspannen beim Lesen, denn sein wir ehrlich, Kindermorde und Nazis sind keine leichte Kost, weder für den Leser noch für den Autor.
Deine
Bücher behandelten bisher jedes Mal ein anderes Thema. Wie schwierig und
aufwendig ist hierzu die Recherche?
Manchmal
ganz schwierig.
Bei
Desperates Angels, habe ich die Dunkelhaftszenen nur nachts geschrieben, mich
voll auf Serienmörder eingelassen und musste dann immer wieder morgens um vier
Uhr raus in die Realität, Schnee schaufeln war angesagt. Guardian Angels, die
Recherche zu den Kindermorden war schlimm, aber um glaubhaft zu bleiben, muss
man sich in die Materie reinknien.
Für die Recherche zu Fanatic Angels, war ich gezwungen die
Webseiten der einschlägigen Neonazis der USA zu besuchen, Videos anzusehen und
Berichte zu lesen. Es ist unglaublich, was für menschenverachtende Rassisten
immer noch auf der Welt ihr Unwesen treiben. Ergo es ist schwierig und aus
diesem Grund mache ich momentan eine kleine Pause, bevor ich mich ganz auf Teil
vier konzentriere. Ich habe mir wieder ein extrem schwieriges Thema für den Thriller
ausgesucht und die Recherche ist fast abgeschlossen.
Man
trifft dich (zum Glück) öfter auf Buchmessen. Wie wichtig ist dir der
Leserkontakt und das direkte Feedback deiner Leser?
Also die
Buchmessen sind das Event des Jahres für mich. Erstens quatsche ich gerne und es
gibt nichts Schöneres als sich mit bereits
überzeugten Fans der Angels Reihe oder auch ganz neuen Lesern zu
unterhalten. Ich liebe es, weil mich Menschen interessieren! Außerdem, je mehr
ich von meinen Lesern höre, desto besser kann ich verstehen, wie meine Bücher
wirken und vor allen Dingen lernen.
Stell Dir mal vor, ein eigentlich fremder Mensch
kommt zu Dir und sagt: „Deine Bücher haben mich für Momente richtig glücklich
gemacht!“ Etwas Schöneres kann einem gar nicht gesagt werden.
Wie
sieht dein normaler Tagesablauf aus?
Kerry!? Muss
ich das jetzt zugeben?
Ich gebe Dir
Stichpunkte. Also, mein Verlag weiß, dass man mich nie vor 14:00Uhr anruft,
genau wie Freunde. Ich bin ein Nachtmensch!
Ergo
schreibe ich viel in der Nacht, vor allem die dunklen Szenen.
Ich habe
genau wie jeder andere Mensch Verpflichtungen, denen ich nachkommen muss, das
packe ich zwischen 15:00Uhr und 20:00Uhr, wenn es möglich ist. Manchmal
auch um 7:30Uhr, Oh je, das geht meist schief!
Ich füttere
die Meerschweinchen meiner Nachbarin, beziehungsweise, die Meerschweinchen
ihrer Kinder im Alter von neun und dreizehn wenn sie im Urlaub sind. Kürzlich
kam die Neunjährige zu mir, meinte sie hat eine Kindergeschichte geschrieben
und müsste jetzt doch mal mit einer gleich gesinnten Autorin zusammenarbeiten.
Das war in der Zeit des Lektorats von Fanatic Angels. Ich sagte: „Ok, komm
rein, aber ich muss arbeiten, du musst für dich selbst schreiben, alles klar?“
„Klar, kein Problem.“
Das Ende vom
Lied, ich habe das erste Mal in meinem Leben eine Maschine Wäsche aufgesetzt ohne
Waschpulver, vergessen, weil ich Nonstop zu getextet wurde von ihrer Geschichte.
Habe im Internet nach Namen googelt, weil in ihrer Geschichte alle Vornamen mit
W anfingen. Dann malte ich auch noch
stundenlang mit ihr, wie es aussehen könnte, wenn ein Drache ein Haustier
transportiert… Sie wollte ein Halteseil, worauf ich bemerkte, dass, das
Haustier ununterbrochen kotzen würde, wenn es so am Seil daher fliegt. Nun ja,
wir haben uns dann auf Packtaschen geeinigt.
Wie du siehst, bin ich beschäftigt und habe es
geschafft nicht zu genau deine Frage zu beantworten, smile!
Mit welchem
Buch erwachte deine Liebe zur Literatur?
„Es lebe
die Republik“, von Jan Prochazka, eines der wunderbarsten Kinder-Jugendbücher,
die ich gelesen habe, es steht immer noch, mittlerweile ganz vergilbt auf
meinem Nachtisch bei meinen Top Ten Büchern.
Ganz
ehrlich, sammelst du signierte Bücher / Buchreihen oder dergleichen?
Nein. Klar, wenn
ich die große Ehre habe ein Interview mit Jussi Adler Olsen oder Markus Heitz
oder auch Arnaldur Indridason, führen zu können, dann lass ich mir ein Buch
signieren.
Buchreihen sammeln ist das falsche Wort. Ich habe sie, da ich sie lesen muss, Karin
Slaughter, Jussi Adler Olsen, Naomi Novik, Peter van Brett, Harlan Coben, Lean
Hearn, Michael Robotham, Tom Rob Smith, Markus Heitz, Surzack, Larson, Mankell,
Doetsch, Koonz, Castaneda, Kästner, Hesse, Mann, Schmidt, Hauptmann, Fontane,
Tolstoi, Brecht, Böll, … Ich finde kein Ende, habe mittlerweile über
viertausend Bücher in meinem Haus, darum frag nicht weiter, sonst nimmt das
kein Ende.
Welches Buch
befindet sich aktuell auf deinem Nachttisch?
Wie gesagt,
ich habe auf meinem Nachtisch meine Top Ten, die ich irgendwann einmal in meinem
Leben gelesen habe und die mich tief beeindruckt haben.
Da ich selten im Bett lese, das mache ich im
Arbeits- oder Wohnzimmer, liegen die aktuellen Bücher dort rum. Habe gerade
heute ein ausgezeichnetes Buch von Peter Schulz gelesen, ein Insiderbericht über
das SEK, Spezialeinsatzkomanndo, der deutschen Bundespolizei. Werde eine
herausragende Rezi dazu schreiben.
Als du
begonnen hast zu schreiben, hast du dies nur für dich gemacht oder hattest
du von Anfang an feste Unterstützer an deiner Seite, die genau wussten,
was in dir steckte und die dich immer in deinem Tun bestätigt haben?
Nein hatte
ich nicht, muss aber grinsen, denn wie es dazu kam, dass ich einen Mentor fand,
ist eine hübsche Geschichte:
Bei uns im Städtchen,
gibt es vier Mal im Jahr einen Bücherflohmarkt, dort traf ich ihn, wir hatten
uns schon öfters unterhalten und er war ein wandelndes Lexikon, was Literatur
und aktuelle Bücher anging. Er erzählte mir, dass sein großes Interesse für
Bücher daher komme, dass er Rezensionen für eine kleine Zeitung schreibt. Ich
hatte gerade mein zweites Buch der Sciene Fiction Serie fertiggestellt und fand
einfach keinen adäquaten Vorkoster (Rohfassungsleser). Also polterte ich völlig
spontan heraus: „Sagen Sie mal, würden Sie meinen Roman lesen, ich habe noch
nichts veröffentlich, brauche mal jemanden der mir sagt ob das alles ‚Quatsch‘
ist oder ‚OK‘.
Er lächelte
mich an, nickte und steckte mir seine Visitenkarte zu.
Als ich
wieder zu Hause war, fiel mir ein, dass ich mich ihm noch nicht mal vorgestellt
hatte, ich rief an und entschuldigte mich und wir vereinbarten ein Treffen. Ich
brachte ihm 120 Seiten mit als Leseprobe. Etwa drei Stunden später an dem
Sonntagabend bekam ich von ihm einen Anruf: „Sagen Sie mal, das ist ja ein
Science Fiction, so gar nicht mein Genre, aaaaaaber teuflisch gut.“
Zwei Tage
später eine Mail, „her mit dem Rest“. Gesagt, getan. Eine Woche später: „Wo ist
der zweite Teil, wenn ich nicht gleich weiß, wie es weiter geht, dann werde ich
verrückt.“ So entstand eine mir sehr wichtige und liebenswerte Freundschaft.
Durch ihn kam ich zur gleichen Zeitung, für die ich Rezis schreibe und auch
Interviews führe auf der Buchmesse. Er, Stephan, liest alles von mir, bevor ich
mich damit an einen Verlag wende. Er hat eine Spürnase und ich konnte mich
immer auf sein Urteil verlassen. Wenn er sagt, schau noch mal auf die Szene
oder das ist mir eigentlich zu lang, dann spitze ich die Ohren. In Guardian
Angels, gibt es doch die Szenen mit der Almbäuerin, die ein hartes Bayrisch
spricht. Man war ich in der Zwickmühle, da mein Bayrisch nicht
gesellschaftsfähig ist, schon gar nicht schreibfähig.
Ich fragte
ihn, ob er jemanden kennt, der des Bayrischen mächtig ist. „Klar meine Frau
kommt aus Bayern, kein Problem, her mit dem Text.“ Sie hat sich dann stundenlang
mit den zwei Seiten auseinandergesetzt und ins Bayrische übersetzt.
Ist das
nicht klasse! In der Hinsicht bin ich echt happy, ob es nun Crossvalley oder
mein Stephan Schwammel oder auch das Medu Team ist, das mit einem Augenrollen fast
jede meiner verrückten Ideen akzeptiert und auch möglich macht.
Das braucht man als Autor. Ohne Menschen, die an
dich glauben ist es nicht zu machen.
Hast du
selbst ein Lieblingsbuch bzw. eine Lieblingsbuchreihe?
Ganz schwer
zu beantworten, da ich so unglaublich viel lese. Aber die drei Bücher, die ich
in meinem Leben immer wieder gelesen habe, sind „Der Herr der Ringe“, Tolkien
war genial. Vor allem hat er sich viele Jahre genommen um das Werk zu
schreiben, das merkt man. Ich gehöre zu den armen Seelen, die das Werk seit
meinem sechszehnten Lebensjahr etwa alle drei Jahre wieder liest.
Ach, bevor ich es vergesse, die Angels Serie ist
auch nicht schlecht, freches Grinsen!!!
Welches
ist das schlechteste Buch, das du jemals gelesen hast?
Das
schlechteste Buch, gibt es nicht. Sagen wir mal so, es gibt Autoren, bei denen
ich mich mittlerweile weigere, weiter zu
lesen. Besonders was Rezis betrifft.
Es gibt
Autoren, die ich ablehne. Nein, ich gebe Dir die Namen nicht preis, da ich
selbst als Autor, nicht möchte, das jemals jemand sagt, das Desperate, Guardian
oder Fanatic Angels und die Autorin die schlechtesten Bücher waren, die sie je
gelesen haben. Das hat nichts mit „einer Krähe pickt der Anderen das Auge nicht
aus“, zu tun. Für mich ist es nur Respekt. Was „ich“ als schlecht empfinde,
muss nicht schlecht sein. Ich sehe es so und schweige, da ich nur positive
Rezensionen veröffentliche!
Was
wünschst du dir für die Zukunft?
Maserati
Quadroporte, Royal Clipper Charter, Charlie Tango im Garten.
Quatsch,
nur ein Scherz!
„Am
richtigen Punkt zur richtigen Zeit zu sein!“
Ach, es
fällt mir noch was ein, etwas was Sandra Bullock sagte in ihrem Film „Miss Undercover“:
„World
Peace!“
|
Herzlichen Dank an E. M. Ross für die Beantwortung der Fragen.
1 Kommentar:
Hallo Kerry!
DANKE für dieses wunderbare Interview, das du (für mich) zur richtigen Zeit veröffentlichst hast, denn ich lese momentan "Fanatic Angels" und habe mich über die Infos von Frau Ross sehr gefreut.
Ich oute mich hiermit als Fan der Angels-Reihe und der Protagonisten, allen voran natürlich Nate/Sean. Der 3. Teil ist, wie bereits die Vorgänger, ein lesenswerter Mystery-Thriller, der wieder einige heftige Szenen beinhaltet (bin allerdings erst bei Seite 289).
Auf den 4. Band freue ich mich jetzt schon.
Viele liebe Grüße von
Sabine
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