Dagmar Helene Schlanstedt ist Autorin des Buches:
Dagmar Helene, stellst du dich uns kurz vor?
Hallo! Ich, Dagmar Helene Schlanstedt bin ein Kind der sechziger Jahre und
schon immer ein ausgesprochener Stubenhocker. Man sagte mir beizeiten nach,
dass ich an Büchern festklebe, oder sie an mir. Kaum kannte ich alle
Buchstaben, las ich beim Essen, stundenlang des Nachts mit der Taschenlampe
unter der Bettdecke und wenn ich das nicht durfte, eingesperrt auf dem Klo. Mit
8 brachte ich mir die altdeutsche Schrift selbst bei und von da an war Oma
meine beste Freundin, denn sie besaß das am besten gefüllte Bücherregal. Als
junge Erwachsene habe ich mich beim Malen ausgetobt, später dann Gedichte
geschrieben.
Warum hast du angefangen Bücher zu schreiben?
Ich bin schon immer an dem gewachsen, was ich tat. Aus Skizzen wurden
Bilder und aus Gedichten Geschichten. Als vor sieben Jahren meine Enkeltochter
geboren wurde, wurde aus der Geschichte ihr zu Ehren, mein erstes Buch „Weltenspur Witara“.
Wie wichtig sind dir der Leserkontakt und das direkte Feedback deiner Leser?
Total wichtig - absolut. Die Meinung der Leser sagt aus, wie meine Arbeit
ankommt. Ich lese in Schulen, Leseclubs und war auch schon auf einer offenen
Bühne. Der unmittelbare Kontakt, das miteinander Reden und ausgefragt zu werden,
ist wunderbar spannend.
Wie sieht dein normaler Tagesablauf aus?
Oh ... das ist von Tag zu Tag verschieden. Da ist mein kleines
Kräuterlädchen, das etliche Zeit in Anspruch nimmt. Kräuter sammeln, sie
trocknen und verarbeiten. Wurzeln graben und daraus Salben kochen. Oftmals ist
mein Laptop mit von der Partie. Zum
Schreiben schaufle ich mir zwischendurch immer mal etwas Zeit frei.
Welches Buch befindet sich aktuell auf deinem Nachttisch?
Im Moment ist es ein Sachbuch über die Wirkungsweise des Energie-Vitamins
Q10.
Mit welchem Buch erwachte deine Liebe zur Literatur?
Eindeutig Anna Jürgens “ Blauvogel - Wahlsohn der Irokesen“. Ich habe es
gefühlte einhundert Mal gelesen. Bis heute hat es einen bleibenden Eindruck
hinterlassen. Es schürte meine Liebe zu diesem einzigartigen Volk.
Wie schwer ist es deiner Meinung nach, sich als Autor auf dem deutschen Buchmarkt zu integrieren?
Für unbekannte Autoren, wie mich, ist es höllisch schwer. Dazu kommt das
Genre: Kinder-und-Jugendbuch, in dem ich mich bewege. Jeder weiß, dass diese
Altersgruppe konkurrenzlos den Computerspielen verfallen ist. Das Lesen wird
immer weniger zum Zeitvertreib, was total schade ist, denn Lesen bildet nicht
nur, es bildet auch zweifelsfrei den Charakter.
Neben der Schriftstellerei – wie viele Bücher liest du so als Privatperson im Jahr?
Ich mag dicke Schwarten und verschlinge sie regelrecht (allerdings sind
es nicht ganz so viele wie bei dir, liebe Kerry). Zwei/drei im Monat etwa, je
nach Seitenstärke.
Weißt du im Buchladen immer genau was du willst oder stöberst du stundenlang, um dann doch wieder viel zu viele mitzunehmen?
Ich bin ein Zeitdruckmensch. In meinem Kopf ist immer das DANACH. Ich
komme lieber zu spät als zu früh, weil ich beim Warten das Gefühl habe, Zeit zu
vergeuden. Beim Einkaufen, auch im Buchladen, weiß ich immer was ich will. Da mir
bewusst ist, wo alles steht, funktioniert es auch dort im
Schnelldurchlauf.
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Die viel gepriesene GESUNDHEIT natürlich, für alle Zwei-und Vierbeiner in
Familie- und- Freundeskreis.
Wie kamst du auf die Idee zu deinen Protagonisten Marka und Claudio in deinem aktuellen Buch „Witara“?
Wenn du die Namen meinst, war das ein Buchstabenverdreher. Meine älteste
Tochter heißt „Claudia“ und der älteste Sohn meines Bruders „Marko“.
Was hat dich zu deiner fast perfekten Welt „Witara“ inspiriert?
Das Leben, wie es vermisst wird und letztendlich ein Traum, in dem es
vorkam.
Marka ist in der Welt „Witara“ ja etwas Besonderes, aber auch Claudio entwickelt sich nach und nach in diese Richtung. Wie kam es dazu, wo er doch eigentlich, nach den Regeln dieser Welt, „normal“ hätte bleiben müssen?
Zuerst war Marka die Hauptprotagonistin, deshalb auch die ICH-Form in
ihrer Person. Dann zog Claudio plötzlich nach, die Dinge entwickelten sich und Witara
formte ihn. Ich musste ihn integrieren, deshalb die Idee mit dem nur
neunmonatigen Altersunterschied zu Marka.
Meinst du, für Marka und Claudio wäre ein Leben auf unserer Erde wieder so einfach möglich oder würde ein Teil von ihnen immer in „Witara“ bleiben? Hätten sie auf der Erde weiterhin ihre besonderen Fähigkeiten oder wären sie, mal abgesehen von ihren unglaublichen Erfahrungen, wieder normale Jungendliche?
Das kommt im zweiten Teil zur Sprache. Deshalb schweige ich besser
darüber.
Was kannst du uns über zukünftige Projekte sagen bzw. wann erscheint Band 2 und was erwartet uns?
Seit kurzem steht fest, dass Teil 2 im September 2014 erscheint. Details
sind noch nicht online, deshalb pst ... Eines kann ich jedoch schon verraten,
nämlich den Titel: “Weltenspur Cyana“. Das
Cover hat einen total wundervollen Wiedererkennungswert. Wieder wird es spannend,
mystisch und abenteuerlich. Marka und Claudio gehen auf Zeitreise in ihre
Vergangenheit. Sie treffen auf ihren Urgroßvater, der ein gut gehütetes
Geheimnis verwahrt.
Neue Projekte stehen tatsächlich an und zwar diesmal zwei Manuskripte im
Genre Thriller/ Mysterie/ Romance. Eines davon und das ist bereits sicher, wird
wunderbarerweise vom Bookshouse-Verlag veröffentlicht. Das andere – ich hoffe
es ganz fest, entwickelt sich so, wie ich es mir wünsche.
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Herzlichen Dank an Dagmar Helene Schlanstedt für die Beantwortung der Fragen.
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