Dienstag, 6. Dezember 2011

[Rezension] Rebecca Fischer - Nur lieben ist schöner






Eckdaten:
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Diana Verlag (12. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453354109
ISBN-13: 978-3453354104
Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 2,4 cm

Buchcovertext:
Kein Mann ist auch keine Lösung
Sollen Träume wirklich wahr werden? In Sachen Beruf wissen Nelly, Inka und Tinette genau, was sie wollen. In der Liebe dagegen steht ihnen ihr eigenes Beuteschema im Weg: Nelly ist zu romantisch, Tinette hat einen fatalen Hang zu gebundenen Männern, und Inka findet sich regelmäßig in Fernbeziehungen wieder. Als das Schicksal dem Trio wahre Traummänner beschert, packt alle drei der Fluchtinstinkt. Denn manche Wünsche bleiben besser unerfüllt …



Zum Buch:
3 Mädels (den Ausdruck mögen sie gar nicht), sind seit Jahren miteinander befreundet und gehen gemeinsam durch dick und dünn. Nelly, Inka und Tinette sind Singlefrauen, nicht aus Überzeugung, aber Mr. Right war bis jetzt noch nicht dabei gewesen. Irgendwie verlieben sie sich immer in die falschen Typen. Nelly, die Autorin von Liebesromanen ist romantisch veranlagt. Tinette steht auf V-Männer, wobei das V für verliebt, verlobt, vergeben steht. Sie arbeitet bei einer Fernsehproduktionsfirma und macht die Arbeit ihres Chefs. Inka ist gelernte Therapeutin, hat jahrelang in der Paarberatung gearbeitet und organisiert nun Hochzeiten.
Die drei stehen einander bei, wenn sich bei einer von ihnen ein Mann am Horizont sehen lässt und auch, wenn er diesen wieder verlässt. Sie geben sich gegenseitig Ratschläge und es hagelt auch nicht mit harten Worten, wenn sie denken, sie müssten die anderen auf den rechten Weg bringen.
Alle 3 stehen fest im Leben, genießen dieses und leben ihre Freundschaft.
Dieses ist das 2. Buch von Gabriella Engelmann, das sie unter dem Pseudonym Rebecca Fischer veröffentlichte.
Ein Buch voller Humor, Witz, Missgeschicken, Pannen, Liebe und Verständnis. Ich habe mich lange nicht mehr bei einem Buch so amüsiert.
Bei dem Einblick in die Welt einer Autorin frage ich mich, wieviel hat die Autorin von sich selbst dort hinterlassen?
Natürlich geht es in dem Buch auch um das Finden des Mr. Right und um Liebe, aber als im Vordergrund stehend sehe ich die Beziehung der Frauen untereinander.
Besonders hervorheben möchte ich den untergründigen Witz in dem Buch, wobei mich persönlich eine Szene wirklich zum Lachen brachte. Als Nelly nämlich Briefpapier in ihrem Haushalt suchte und nur Herzchenpapier und dergleichen fand. Sie war entsetzt, das konnte niemals von ihr sein, sicher hat das Rosamunde angeschleppt. Nur... Rosamunde ist ihre Katze.
Ein wirklich warmherziges und auch witziges Buch, das man so schnell nicht aus der Hand legen kann, wenn man es denn angefangen hat zu lesen.
Es war an keiner Stelle langweilig oder langatmig.
Ach ja, neugierig hat mich die Autorin allerdings auf die Kleeblattpizza gemacht, da ich ja im WWW als Kleeblatt unterwegs bin. Das genaue Rezept sollte ich vielleicht noch mal erfragen oder mich besser noch bei ihr zum Essen einladen, wenn es mich mal nach Hamburg verschlagen sollte :-)
Auf alle Fälle ein Buch, das ich gern weiterempfehle.

Bewertung: Note 1


Zur Autorin:
(übernommen vom Diana-Verlag)
Hinter dem Pseudonym Rebecca Fischer verbirgt sich die erfolgreiche Autorin Gabriella Engelmann. Sie lebt als freie Autorin in Hamburg, schreibt Romane (unter anderem den Sylt-Roman „Inselzauber”), Kinder- und Jugendbücher und arbeitet als Literaturscout für Agenturen. Lügst du noch oder liebst du schon? erschien 2010 im Diana Verlag.
Mehr über die Autorin könnt ihr HIER lesen .




Auf diesem Weg möchte ich mich auch recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.



Die Bibliographie ihrer Bücher findet ihr auf unserer Autorenseite

Folgende Bücher von Rebecca Fischer / Gabriella Engelmann wurden von uns gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt


Montag, 5. Dezember 2011

[Rezension] Mark Twain - Ein Yankee an König Artus` Hof


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 272
ISBN:
Erscheinungstermin: 1984 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: Aufbau


Klappentext:
Ein Yankee aus Connecticut erwacht nach einer etwas zu heftigen Schlägerei - im tiefen Mittelalter. Als Gefangener eines Ritters gelangt er nach Camelot, wo er durch eine List dem Scheiterhaufen entrinnt und mit einer Prise Dynamit den bösen Magier Merlin übertrumpft. Und so macht er Karriere an König Artus' Hof. Mit Reklameplakaten, Lasso und Pistole kämpft er gegen Ungeheuer, wilde Ritter, Dummheit und die Angst vor Dämonen. „Camelot – Camelot … Ich erinnere mich nicht, schon einmal davon gehört zu haben. Wahrscheinlich der Name der Irrenanstalt.“ Ein ahnungsloser Yankee aus Connecticut findet sich plötzlich im tiefen Mittelalter wieder. Schon bald kommt er als Gefangener eines Ritters nach Camelot, wo er nur durch eine List dem Scheiterhaufen entrinnen kann. Als er auch den bösen Magier Merlin übertrumpft, steht einer steilen Karriere an König Artus’ Hof nichts mehr im Weg. Heimlich will er das Land zivilisieren: Er lässt Schulen, Fabriken und eine Militärakademie errichten, Telefonleitungen legen und eine Zeitung drucken. Doch die höfische Sitte fordert, dass er eine unbequeme Rüstung anlegt und auf Abenteuerreise geht. Das Schicksal verschlägt den Yankee und seinen König schon bald ins grausamste Elend ihrer Untertanen – in die Sklaverei. Wundersame Rettung unter dem Galgen bringt ihnen eine Radfahrertruppe gepanzerter Helden. Doch der Traum eines besseren Zeitalters bleibt noch Traum.


Rezension:
Hank Morgau, ein Yankee aus Connecticut des 19. Jahrhunderts, ist noch nie einer Schlägerei aus dem Weg gegangen. Im Normalfall gewinnt er diese auch immer haushoch, doch einmal ist immer das erste Mal. Hank wird während einer Schlägerei am Kopf getroffen und verliert das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich im Camelot des 6. Jahrhunderts.

Dort wird er zugleich von einem Ritter gefangen genommen und an den Hof von König Artus gebracht. Umgehend wird er, da er verrücktes Zeug spricht, zum Tode verurteilt. Mit List gelingt es ihm, sich eine Sonnenfinsternis zu Nutze zu machen und so das Todesurteil abzuwenden. Ferner wird er umgehend der 1. Berater König Artus und beschließt, sich sein Wissen aus dem 19. Jahrhundert zu Nutze zu machen und die Welt zu revolutionieren. Doch er hat einen mächtigen Gegenspieler: Merlin, der vormals der Hofzauberer Artus` war und nun immer weiter zurück gedrängt wird.

Dann beschließt Hank, sich das Leben der Bevölkerung ansehen und will inkognito durch das Land reisen. Diese Gelegenheit lässt sich Artus nicht entgehen und beschließt, seinen 1. Minister zu begleiten. Doch damit fangen die Probleme erst an ...


Über das Buch lässt sich aus meiner Sicht nur sagen: Es ist langweilig! Die sprachliche Gestaltung ist furchtbar, sowohl König Artus, wie auch Merlin werden als schwache Persönlichkeiten dargestellt und nur der Yankee und sein kleiner Gehilfe kommen in dem Buch gut weg. Ebenfalls störte mich die beschriebene Arroganz des Protagonisten enorm und ich konnte keinerlei Sympathie zu irgendeiner Person in diesem Buch aufnehmen.

Bewertung: Note 5

Der Autor:
Samuel Langhorne Clemens (geb. 30.11.1835 - gest. 21.04.1910) – besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain – war ein amerikanischer Schriftsteller. Mark Twain ist vor allem als Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn bekannt.

Mehr über den Autoren erfahrt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:

Ich brauchte unbedingt für die ABC-Challenge noch ein Buch mit einem "Y" im Titelbeginn und die Wahl fiel auf dieses Buch. Naja, was muss, das muss.

Sonntag, 4. Dezember 2011

[Neuzugänge] der 48. KW 2011

Euch allen einen wunderschönen 2. Advent wünscht euch das Katzenpersonal.
Diese Woche habe nur ich (Kleeblatt) Neuzugänge zu verzeichnen. Kerry hatte keine Möglichkeit, sich für Bücher zu interessieren.

Kleeblatts Neuzugänge:

Federica de Cesco - Mondtänzerin
Eine geheimnisumwobene Insel, vier unzertrennliche Freunde und eine große Liebe
Einst waren Alessa, Viviane, Peter und Giovanni die besten Freunde und schworen sich in den Katakomben von Malta ewige Treue geschworen. Zwei von ihnen, Alessa und Giovanni, wollten sich für immer lieben – bis Giovanni verschwand. Jahre später ist Alessa auf ihrer Heimatinsel zurück. Sie ist ihren eigenen Weg gegangen, aber sie hat Giovanni nie vergessen. Als er eines Morgens vor ihrer Tür steht, lodert die nie erloschene Leidenschaft wieder auf. Doch das Glück währt nur kurz, und die Schatten der Vergangenheit drohen, alles zu zerstören. Werden sie einen Weg finden, um für immer zusammenbleiben zu können?


Federica de Cosco - Muschelseide
Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die junge Meeresbiologin Beata nach Malta zurück. Auch ihre Großtante Francesca ist nach vielen Jahren heimgekehrt. Beatas Neugier ist geweckt, als sie bei ihr einen Schal aus kostbarer Muschelseide sieht. Francesca hüllt sich in Schweigen, und so forscht Beata mit dem japanischen Journalisten Kazuo nach den seltenen Muscheln. Beata ahnt, dass das tragische Schicksal ihrer Großmutter mit dieser Kostbarkeit verwoben ist. Doch das Meer der Erinnerungen gibt nur widerwillig seine Geheimnisse frei. Beata erkennt, dass der Zauber der Muschelseide bis heute wirkt …

Anne Hertz - Sternschnuppen
Bei Svenja läuft alles nach Plan: Gerade hat sie ihren Traumjob angenommen und ist auf dem Sprung nach ganz oben. Doch dann wird sie schwanger - und ist kurze Zeit später auch noch ihren Freund los. Was nun? Svenja hat nicht vor, zu verzweifeln. Eine echte Karrierefrau zieht Kinder auch ohne Kerl mühelos auf! Man muss sich nur organisieren. Zu Svenjas ausgefeiltem Plan gehört natürlich ein Kindermädchen. Aber das will sich einfach nicht finden lassen - bis der junge Russe Alexej auftaucht. Seine Qualifikation: fünf jüngere Geschwister. Sein Lebensstil: abenteuerlich. Seine Wirklung auf Frauen: enorm. Kann das gut gehen?


Denise Deegan - Blauer Schmetterling
Nach dem Tod ihres Verlobten hatte Lucy schon nicht mehr daran geglaubt, jemals wieder die berühmten Schmetterlinge im Bauch zu spüren. Doch dann begegnet sie dem charismatischen Schriftsteller Greg und ist sofort fasziniert von seiner mitreißenden Art. Schnell ist sie bereit, ihn zu heiraten und seinen beiden Kindern eine gute Mutter zu sein. Bald aber fallen erste Schatten auf das junge Glück, denn der Mann, den Lucy so liebt, scheint sich plötzlich auf seltsame Art zu verändern. Wer ist Greg, und wird sie ihn jemals wirklich verstehen können? Lucy beginnt um ihre Liebe zu kämpfen …

Sarah Lee Hawkins - Magnolien im Sturm
Louisiana, 1858: Als der Plantagenbesitzer Robert W. Garrison der hübschen Waise Amy Livingston den Hof macht, wird sie allgemein beneidet: Robert ist nicht nur ein stattlicher Mann, er besitzt auch die wunderschöne Baumwollplantage Heaven's Gate und ist Herr über mehr als 200 Sklaven. Doch schon in der Hochzeitsnacht platzen alle schönen Träume: Robert entpuppt sich als Trinker und als brutaler Ehemann. Da trifft Amy eines Tages den schwarzen Sklaven Jocy. In seinen Armen erfährt sie endlich, wie es ist, geliebt zu werden. Doch die beiden Liebenden wissen, dass sie ein gefährliches Spiel spielen. Während der Bürgerkrieg bedrohlich näherrückt, planen sie ihre Flucht in den Norden, um endlich frei zu sein...


Kennt ihr schon das ein oder andere Buch und könnt mir darüber etwas erzählen, ob es euch gefallen hat oder nicht?


Wir wünschen euch eine schöne Woche
Kerry und Monika

Samstag, 3. Dezember 2011

[Rezension] Kate Morgenroth - Töte mich zuerst


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 336
ISBN: 978-3-426-63998-6
Erscheinungstermin: 30. Juni 2008
Format: Taschenbuch

Verlag: Knaur


Klappentext:
Sarah Shepherd hat nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes keinen Lebenswillen mehr und wird in ein Sanatorium eingewiesen. Kurz darauf wird das Heim von dem skrupellosen Terroristen Merec überfallen, der vor laufenden Kameras ein schreckliches Blutbad anrichtet. Auf morbide Weise fasziniert von seiner animalischen Lebenskraft, wird Sarah seine Komplizin ...


Rezension:
Sarah Shepherd hat bei einem Autounfall ihren Mann verloren. Sie selbst erlitt Verletzungen, die sie vorübergehend an den Rollstuhl fesseln und sie verlor mit ihrem Mann ihren Lebensmut. Sarah wird in ein Pflegeheim verlegt, in dem sie vor sich dahinvegetiert.

Eines Tages jedoch, am 4. Juli um genau zu sein, wird das Pflegeheim von Terroristen überfallen. Die Belegschaft und die Bewohner werden als Geiseln genommen. In einem makaberen Spiel setzt Terrorist Merec, Anführer der Terroristengruppe, sowohl Pfleger als auch Heimbewohner einander gegenüber und stellt ihnen eine einfache Frage: Wer soll sterben, du oder dein Gegenüber?

Erwartungsgemäß antworten alle Gefragten, dass derjenige Gegenüber sterben soll. Nur Sarah antwortet, entgegen aller Erwartungen, dass sie selbst getötet werden soll. Dies weckt die Aufmerksamkeit von Merec, der Sarah kurzerhand entführt und alle anderen, bis auf die Person gegenüber Sarah töten lässt. Sarahs Gegenüber, Rose, wird inmitten der Leichen mit einem Video-Band zurück gelassen, mit der Aufforderung, dies unbedingt an die Medien weiter zu leiten, da ansonsten Sarah etwas geschehen würde.

Und tatsächlich gelingt es Rose, die Medien zu informieren und ihnen das Videoband des Massakers zuzuspielen. Daraufhin wird Sarah durch die Medien zu einer gefeierten Heldin.

Sarah hingegen fühlt sich zum ersten Mal seit dem Tod ihres Mannes lebendig und beschließt, sich Merec anzuschließen ...


Ich habe mich ganz ehrlich vom Cover des Buches ganz schön täuschen lassen. Bereits nach wenigen Seiten war klar, die Protagonistin ist in den 50ern ist und von da ab, ging es für mich leider nur noch bergab. Ich konnte mich leider mit keiner Figur des Buches anfreunden, auch war der Schreibstil wenig spannend. Auch empfand ich die fehlende Tiefe bei den dargestellten Personen als sehr störend. Da jedoch ab und an doch mal eine blutige Szene beschrieben wurde, will ich von der schlechtesten Note absehen.

Bewertung: Note 4


Die Autorin:
Kate Morgenroth hat an der Elite-Universität Princeton studiert, war danach Lektorin bei einem großen US-Publikumsverlag und lebt heute als freie Schriftstellerin in New York.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Spontan-Kauf und dabei hatte ich halt mal wieder Pech.



Freitag, 2. Dezember 2011

[Rezension] Nikolai Jewdokimow - Xenia, die Sünderin





Eckdaten:   
Taschenbuch: 191 Seiten 
Verlag: Goldmann; Auflage: 1962
Sprache: Deutsch 
ASIN: B0000BHVZB

Buchcovertext:
Dieser packend erzählte Roman ist das Erstlingswerk des jungen, der Kriegsgeneration angehörenden Autors. Jewdokimow hat den Mut aufgebracht, die Konflikte zwischen dem in Russland tief eingewurzelten Sektenwesen und dem Sowjetsystem dazustellen. Es überrascht, wie verbreitet heute noch – nach Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft – der Hang russischer Menschen zu fast ekstatischer Religiosität in engen Religionsgemeinschaften ist. Die Inbrunst dieser Religionsübung lässt den Sektenmitgliedern die sozialistische Umwelt zu bloßer Staffage werden und führt zu unlöslichen, in Jewdokimows Erzählung erregend gestalteten Kollisionen mit der neuen Wirklichkeit. Ihr Opfer ist das reine, tief gläubige Mädchen Xenia.

„Xenia, die Sünderin“ hat bei der sowjetischen Literaturkritik erhebliches Aufsehen erregt. Man forderte den Autor mit großer Schärfe auf, dem Roman einen „positiven“ Schluss zu geben. Es gelang jedoch nicht, Jewdokimow zur Umarbeitung des Werkes zu bestimmen. Sein Roman ist für uns eines der interessantesten Beispiele für neue Impulse in der sowjetischen Gegenwartsliteratur.


Zum Buch:
Xenia, die einzige Tochter von Afanaij Sergejewitsch und Praskowja Grigorjewna wächst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sehr religiös auf. Ihre Eltern sind Mitglieder einer kirchlichen Sekte in der Sowjetunion, die sich von allem weltlichen abwenden. Es gibt kein Fernsehen, kein Kino, keine Abwechslung, nichts. Sie gehen zwar in einer Kolchose arbeiten, aber nach der Arbeit gibt es kein privates Vergnügen, es gibt nur die Bibel.
Sie werden religiös von Bruder Wassilij geleitet und durch die Prophetin Jewfrosinja ausgespitzelt.
Xenia wird in dem Glauben erzogen, dass alles, was aus der Norm fällt, vom Teufel gesandt wurde.
Als sie im heiratsfähigen Alter ist, will man sie mit Michail verheiraten, den sie bis dahin nicht kannte. Er kam aus einem entfernten Dorf, da es in ihrer Gemeinde keinen Mann gab, der in Xenias Alter war und genau ihrem Glauben entsprach. Sie mag ihn nicht und weigert sich, ihn zu heiraten, was nicht auf Gegenliebe stösst, denn er würde in die Sektengemeinde viel Geld einbringen.
Xenia lernt auf der Arbeit Alexej kennen und lieben. Es ist eine Liebe ohne Zukunft. Ihre Treffen finden heimlich statt, denn niemand darf erfahren, dass Xenia einen nichtgläubigen trifft.
Sie versucht mit aller Macht, ihm ihren Gott näherzubringen und ist verzweifelt, weil sie erkennen muss, dass er ihren Fanatismus nicht versteht. Er versucht, sie an das wahre Leben heranzuführen, kommt aber gegen die Sekte nicht an.
Es stehen sich zwei unversöhnliche Seiten gegenüber, die Sektengemeinde und die Dorfgemeinschaft mit kommunistischem Touch. Ein ernster Konflikt ist vorprogrammiert.

Der Schreibstil von Nikolai Jewdokimow ist gewöhnungsbedürftig. Ich fühlte mich beim Lesen in meine Schulzeit zurückversetzt, denn als Kind der DDR war es üblich, einige russische Autoren zu lesen. Schon die Namen der Protagonisten sind schwer zu lesen, auch nervig, weil es üblich ist, immer den vollen Namen zu schreiben. Ich musste ganz schön aufpassen, um immer zu wissen, wer sich hinter den Namen verbarg, leicht zu merken waren sie nicht.
Dieser extreme Konflikt zwischen den Sekten in der Sowjetunion und dem Staat war mir neu und nicht in dieser Konstellation geläufig, ich war regelrecht geschockt, dass das möglich war.
Vom Klappentext her war ich nicht darauf gefasst, ein solch extremes Werk zu lesen. Konflikt ja, aber in dieser Größenordnung nicht. Ich bin nun auch gar nicht der religiöse Mensch und hatte meine Probleme, mit dem Thema klar zu kommen.
Dass ich das Buch wirklich bis zum Ende gelesen habe, rechne ich mir selbst hoch an, denn ich wollte wissen, wie der Konflikt gelöst wird.
Hervorheben möchte ich jedoch das Nachwort. Es beschreibt sehr gut die Zeit, in der dieser Roman spielt und zeigt auf, wie es möglich war, dass in der Sowjetunion die Sekten solche Macht und diesen großen Einfluss hatten.
Wirklich weiterempfehlen kann ich das Buch nur den Lesern, die das Thema anspricht. 

 
Bewertung: Note 4

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 1. Dezember 2011

[Challenge] 100 Bücher - Challenge

Gerade erst entdeckt und gleich beschlossen: MITMACHEN! Und zwar gibt es bei Leben zwischen den Seiten eine neue Challenge für das Jahr 2012.




Es geht darum, im gesamten Zeitraum des Jahres 2012 100 Bücher zu lesen. Für diese 100 Bücher gibt es dann 50 Punkte, zusätzliche Punkte (je einen Punkt) bekommt man noch pro 500 gelesene Seiten. Ganz klar, das klingt eindeutig nach einer Challenge für mich und ich werde mich auch umgehend anmelden.

Es grüßt euch lieb

Die Kerry

[Rezension] Jilliane Hoffman - Mädchenfänger


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 461
ISBN: 978-3-499-25388-1
Erscheinungstermin: 1. Oktober 2011
Format: Taschenbuch

Verlag: Rowohlt


Klappentext:
«FYI. pink steht dir gut ... » Die dreizehnjährige Lainey kann es kaum fassen: Der gutaussehende Zach, den sie beim Chatten kennengelernt hat, steht auf sie. Und er will sie treffen! Sie verabreden ein Date. Als Lainey von der Schule nicht heimkehrt, zieht man einen Spezialisten zurate: FBI-Agent Bobby Dees. Alle Spuren führen ins Nichts. Bis ein Gemälde auftaucht. Es zeigt eine gefesselte junge Frau – und das, was ihr bevorsteht. Die Zeit wird knapp. Und Bobby kommt ein furchtbarer Verdacht: Was, wenn der Mörder mehrere Opfer in seiner Gewalt hat? Mädchen, die keiner mehr vermisst?


Rezension:
In einem Chatroom im Internet lernt die unscheinbare und unglückliche Lainey Emerson den 17-jährigen ElCapitan alias Zack kennen. Ihre Eltern kümmern sich nicht sonderlich gut um sie und ihre Geschwister, sodass sie lediglich einer Freundin von ihrer Internetbekanntschaft erzählt. Als Zack sie zu einem Treffen im realen Leben drängt, sagt sie zu ... und wird nicht zurückkehren.

Denn bei ihrem Date handelt es sich nicht um einen netten 17-jährigen Schülern, sondern um einen Psychopathen, der Mädchen entführt und monatelang gefangen hält. Und Lainey ist nicht allein!

Das Verschwinden von Lainey wird von Agent Bobby Dees untersucht. Bis dato wird das Verschwinden Laineys als Ausreißerei abgehandelt, doch kurz nach ihrem Verschwinden taucht ein Bild von einem anderen Mädchen auf. Kurze Zeit später wird die Leiche des abgebildeten Mädchens aufgefunden. Agent Dees vom FDLE wird schnell klar, der Mörder hat noch mehr Mädchen in seiner Gewalt, denn auf dem gezeichneten Bild befinden sich eindeutig kleine, detaillierte Gegenstände von anderen verschwundenen Mädchen. Dees ist klar, dass die Zeit drängt, wenn er Lainey und die anderen Mädchen retten will, denn wenn auch nur eine gegen die Regeln ihres Entführers verstößt, wird sie beseitigt und das auf immer brutalere Art und Weise.

Agent Dees jedoch hat noch eigene Gründe, die verschwundenen Mädchen zu finden. Vor fast einem Jahr riss seine eigene Tochter Katy von zu Hause aus, um mit einem Jungen zusammen zu sein, den ihre Eltern ablehnten. Trotz aller Bemühungen ist es Dees bisher nicht gelungen, seine Tochter zu finden. Wird auch sie von diesem Psychopathen festgehalten? Dann wird an einen Journalisten ein neues Bild gesandt und die dazugehörige Leiche taucht wenig später auf ...


Bei diesem Buch handelt es sich um einen grundsoliden Thriller, der jedoch an "Cupido" leider nicht heranreichen kann. Der Schreibstil ist größtenteils spannend und fesselnd, die Kapitel angenehm kurz gehalten, jedoch wird der Lesefluss zwischendurch immer wieder durch diverse Handlungsbeteiligte, Programmnamen und ähnlichem gestört. Leider war auch recht schnell klar, wer der Täter ist, jedoch war es interessant zu verfolgen, wie die Ermittler diesem auf die Spur gekommen sind.

Bewertung: Note 2



Die Autorin:
Jilliane Hoffman, geb. 1967 in Long Island, war stellvertretende Staatsanwältin in Florida und beriet im Auftrag des Bundesstaates die Spezialeinheiten der Polizei – von Drogenfahndern bis zur Abteilung für organisiertes Verbrechen – in allen juristischen belangen. Heute lebt sie mit Mann und Kindern in Fort Lauderdale.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Spontan-Kauf im Buchladen meines Vertrauens.