Eckdaten:
Taschenbuch: 176 Seiten Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (März 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257233825
ISBN-13: 978-3257233827
Originaltitel: Mercure
Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,2 x 1,4 cm
Buchcovertext:
Auf der Insel Mortes-Frontières hält der alte Kapitän Loncours die junge Hazel gefangen. Als sie erkrankt, reist Krankenschwester Francoise vom Festland an, um sie zu pflegen. Sie ist die einzige Person, die Zutritt zu Hazels Zimmer bekommt. Denn der Alte scheint ein furchtbares Geheimnis zu hüten. Warum zum Beispiel gibt es im ganzen Haus keinen Spiegel?Ein phantastischer philosophischer Thriller über Freundschaft, Liebe und deren Grenzen.
Zum Buch:
Auf der Insel Mortes-Frontières lebt seit Jahren die junge Hazel zusammen mit dem viel älteren Kapitän Loncours, der sie mittels eines schändlichen Betruges auf die Insel gelockt hat.Sie, die bei einem Kriegsangriff 1918 im Gesicht entstellt wurde, fühlt sich jedoch bei dem alten Kapitän gut aufgehoben und geliebt. Als sie eines Tages erkrankt, sieht der Kapitän sich gezwungen, eine Krankenschwester anzufordern. Francoise, die Krankenschwester braucht nicht lange, um zu erkennen, was genau dort auf der Insel nicht stimmt und unter welchen Beweggründen die junge Hazel auf der Insel festgehalten wird.
Sie plant, Hazel zu befreien und von der Insel zu bringen, da wird ihr Plan entdeckt und sie selbst ebenfalls als Gefangene auf der Insel festgehalten...
Schon optisch fand ich dieses Buch gewöhnungsbedürftig. Die sonst in Anführungsstrichen gesetzten Gespräche werden hier durch Gedankenstriche am Anfang gesetzt. Anführungsstriche gab es nur bei Gedanken, was ich anfangs irritierend fand. Sicher liest man sich schnell rein, aber ungewöhnlich fand ich es schon.
Die Geschichte an sich empfinde ich als zu weit hergeholt und unglaubwürdig. Ich konnte mich mit den Protagonisten überhaupt nicht anfreunden. Hazel erscheint mir zu gutgläubig, die sich mit dem zufrieden gibt, was der Kapitän ihr bietet. Sie hat ihn als Gesprächs- und Bettpartner, ein paar Bücher und das war es auch schon. Welches junge Mädchen wäre damit auf einer ziemlich abgelegenen Insel schon zufrieden, auch wenn sie scheinbar entstellt ist und sich nicht unter Leute traut?
Francoise wird Hazel zur Freundin, die ihr versucht zu helfen. Unter Androhung auf Lebensgefahr seitens des Kapitäns musste sie sich verpflichten, Hazel nicht die Wahrheit zu sagen. Dennoch versucht sie, Hazel dazu zu bringen, die Wahrheit zu erkennen.
Das Buch wurde von Amélie Nothomb mit 2 Enden versehen. Das erste wurde schöngeschrieben, nach dem Motto... alles wird gut. Zu schön, um wahr zu sein.
Auch das 2. Ende ist für mich nicht glaubwürdig. Vom Regen in die Traufe und das lässt man sich nach Erkennung der Wahrheit auch noch gefallen?
Ein literarisches Erlebnis war es für mich nicht und es macht mich keineswegs neugierig auf weitere Lektüren der Autorin.
Bewertung: Note 3
Zur Autorin:
Die Schriftstellerin Amèlie Nothomb wurde am 13. August 1967 in Kobe, Japan geboren. Sie ist die Tochter eines belgischen Diplomaten und lebte bis zu ihrem sechsten Lebensjahr in Japan. Anschließend wurde ihr Vater für einen längeren Zeitraum nach China versetzt. Weitere kürzere Stationen waren für die Autorin New York, Burma und Laos während ihrer Kindheit. Mit 17 Jahren kam sie zum ersten Mal nach Europa. Nach ihrem Schulabschluss in Belgien begann sie ein Studium der Romanistik an der Universitè Libre de Bruxelles und absolvierte ein Auslandssemester in Paris. Nach ihrem Studienabschluss kehrte Amèlie Nothomb nach Japan zurück und arbeitete in einem japanischen Großunternehmen in Tokio. Aus dieser Zeit stammen auch die autobiografischen Darstellungen für ihr Werk „Fear and Trembling“ bzw. im französischen Original „Stupeur et tremblements“ von 1999. Sie bekam zahlreiche Auszeichnungen und gehört zu schriftstellerischen Elite im französischsprachigem Raum. Für das vorgestellte Buch erhielt sie zwei Preise, zunächst den Grand Prix von der Acadèmie Francaise und dann noch den Prix Internet du Livre.
Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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