Montag, 21. November 2011

[Rezension] Josephine Angelini - Göttlich verdammt (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 494
ISBN: 978-3-791-52625-6
Erscheinungstermin: 13. Mai 2011 (1. Auflage)
Format: Hardcover

Verlag: Dressler


Klappentext:
Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket – und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen – indem sie sich ineinander verlieben …


Rezension:
Die 16-jährige Helen *Lennie* Hamilton hat die Nase voll von Nantucket. Dort ist alles so öde, so bekannt, so eingeschränkt - sie will weg, denn noch nie in ihrem Leben war sie außerhalb der USA und doch träumt sie davon, die Welt zu entdecken. Zu ihrem Vater Jerry hat sie ein sehr gutes Verhältnis, auch wenn er ihr kein Auto kauft, was sie so gerne hätte. Ihre Mutter Beth verließ die Familie, als Lennie noch ein Baby war und hat alle persönliche Gegenstände mitgenommen, nicht einmal ein Foto hat sie ihrer Tochter zur Erinnerung gelassen. Lediglich eine Kette mit Anhänger ließ sie für Lennie zurück, doch das ist nichts, womit sie sich ihrer Mutter auch nur im Ansatz nahe fühlen kann.

Dann ist da noch Claire *Giggles* Aoki, Lennies beste Freundin seit dem Sandkasten. Die beiden gehen seit dem Krabbelalter durch dick und dünn und dabei könnten sie kaum unterschiedlicher sein. Lennie ist groß, schlank, blond und sehr zurückhaltend, Claire hingegen 1,55 m geballte Power asiatischer Abstammung und dennoch gibt es nichts, was die beiden Mädchen trennen könnte. Doch auch wenn die beiden zusammen sind, bietet Nantucket nicht wirklich viel Abwechslung.

Mit der Ruhe jedoch ist es vorbei, denn ein ganzer "Clan" der Familie Delos ist auf die Insel gezogen. Claire ist natürlich neugierig, Lennie hingegen interessieren die Neuankömmlinge überhaupt nicht. Doch etwas scheint seltsam an der Familie. Alle Jugendlichen sehen ausgesprochen gut aus und scheinen auch nicht auf den Kopf gefallen zu sein.

Am ersten Schultag nach den Ferien geschieht jedoch etwas Seltsames: Lennie greift ohne jegliche Provokation Lucas Delos an. Dieser kann sich zum Glück verteidigen, ohne dass Lennie verletzt wird, doch er stellt ihr eine absonderliche Frage: Zu welchem Haus sie gehöre? Lennie ist mehr als nur verwirrt und kann sich nicht erklären, warum genau sie Lucas angegriffen hat und auch den Wunsch verspürt, alle anderen Mitglieder des Delos-Clans zu verletzten.

Seit dem Auftauchen der Familie Delos auf Nantucket leidet Lennie an Alpträumen. Auch erscheinen ihr, wie eine Halluzination, 3 alte Frauen, die sie anschreien und versuchen, sie ihn den Wahnsinn zu treiben. Die Frauen sind nur ruhig, wenn sie nicht in der Nähe der Familie Delos und vor allem in Lucas Nähe ist, oder wenn sie versucht, ihn zu verletzten. Einen solchen Hass auf einen Menschen hat sie noch nie gespürt und sie kann einfach keinen Grund feststellen.

Eines Tages jedoch nimmt der Hass von Lennie auf Lucas und von Lucas auf Lennie überhand und die Beiden kämpfen bis auf´s Blut mit beinahe tödlichen Folgen. Dadurch, dass Lucas Lennie und Lennie Lucas das Leben rettet, ändert sich jedoch alles. Mit einem Mal sind sich die beiden nicht mehr Feind, die 3 schrecklichen Frauen, die sie immer gegeneinander aufgestachelt haben, sind verschwunden und Lennie erfährt endlich die Wahrheit. Sie stammt, genau wie die Familie Delos, von einem Halbgott ab und hat übermenschliche Kräfte geerbt. Der Delos-Clan bringt ihr bei, mit diesen Kräften umzugehen und Lennie und Lucas kommen sich, jetzt wo die Furien sie nicht mehr mit ihrem Hass blenden, näher. Doch genau das darf nicht geschehen, denn wenn sie die letzten "Häuser", sprich die Nachkommen verschiedener Halbgötter, vereinen, droht der Untergang der gesamten Welt ...


Ich bin sprachlos, wie im Rausch und überaus fasziniert. Was für eine Story. Die Geschichte beginnt anfänglich sehr ruhig mit der Einführung von Lennie, doch dies währt nur wenige Seiten, dann trifft sie mit Lucas und dem Delos-Clan zusammen und das Erzähltempo nimmt berauschender Weise immer weiter zu. Am Ende war es so schlimm, dass ich die halbe Nacht das Buch zu Ende gelesen habe, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Charaktere sind ganz wundervoll ausgearbeitet, mit sehr viel Tiefe und Gefühl, wobei hier zu erwähnen ist, dass nicht jeder das ist, was er zu sein scheint. Alles in allem kann ich sagen, ein fantastischer 1. Band und ich kann es kaum erwarten, den 2. Band dieser Trilogie "Göttlich verloren" in die Finger zu bekommen.

Bewertung: Note 1



Von Josephine Angelini bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Zu dieser Trilogie gibt es übrigens eine eigene Homepage.


Wie ich zu dem Buch kam:

Ich schlenderte durch die Bibliothek (ich wollte wirklich nur mal schauen gehen) und da stand es, das Buch. Im Handumdrehen war es auch schon entliehen.


1 Kommentar:

Traumtänzerin hat gesagt…

Ich hab das Buch vor kurzem auch gelesen und fand es einfach nur super, schöne Story!
Leider dauert es noch so lange bis der nächste Teil rauskommt...