Montag, 8. August 2011

[Rezension] Nick Hornby - Juliet, Naked


Klappentext:
Tucker Crowe, ehemaliger Rockstar und Ikone einer kleinen Schar glühender Anhänger, lebt zurückgezogen in einer amerikanischen Kleinstadt. Seinetwegen stellt Annie im weit entfernten England ihre Beziehung zu Duncan in Frage …


Rezension:
Annie macht mit ihrem Freund Duncan eine Tour durch Amerika, doch nicht irgendeine Tour, es ist eine Tucker-Crowe-Pilgertour, denn Duncan ist ein glühender Anhänger dieses amerikanischen Singer-Songwriters aus den 80er-Jahren. Seit 15 Jahren muss sich Annie damit abfinden, dass Tucker Crowe zu ihrem Leben gehört, denn ohne Tucker Crowe kein Duncan.

Zurück im beschaulichen Küstenort Gooleness in England hat der Alltag die beiden bald wieder eingeholt. Duncan unterrichtet wieder an der Universität und Annie arbeitet wieder als Kuratorin im örtlichen Heimat-Museum. Dann entschließt sich Annie die während ihres Urlaubes angefallene Post zu öffnen und entdeckt eine CD. Es ist eine neue Version des Albums Juliet und heißt Juliet, Naked. Mit Juliet hatte Tucker Crowe in den 80ern seinen größten Erfolg, bevor er sich 1986 schlagartig aus dem Geschäft zurückzog.

Als Duncan nach Hause kommt und feststellen muss, dass Annie seine CD (als Erste!) hört, ist er außer sich. Er nimmt sich das Album und sperrt sich in sein Arbeitszimmer ein, um die Musik in Ruhe auf sich wirken zu lassen - und er ist begeistert. Als er Annie im Nachhinein zu ihrer Meinung des Albums fragt und sie ihm mitteilt, dass es ihr überhaupt nicht gefällt, ist er schockiert, denn für ihn ist es förmlich die Erfüllung. Kurze Zeit später stellt er eine euphorische Rezension zu dem Album ein. Annie hingegen setzt sich ebenfalls in schriftlicher Form mit dem Album auseinander; auch ihre Rezension wird später in das gleiche Forum online gestellt. Die Meinungen in diesem Forum sind gespalten, die einen mögen die neue Version, die anderen nicht.

Einige Tage nach ihrer Rezension erhält Annie eine E-Mail von Tucker Crowe, der ihre Rezension gelesen hat und dieser nur voll und ganz zustimmen kann. Nach und nach entwickelt sich ein gegenseitiger E-Mail-Verkehr zwischen den Beiden.

Duncan hingegen ist förmlich am Boden zerstört, dass er und Annie so unterschiedlicher Meinung sind. Wenn sie nicht einmal die Musik gemeinsam haben, was verbindet sie dann seit 15 Jahren? Als eine neue Kollegin an der Universität anfängt, beginnt Duncan mit ihr eine Affäre ...


Bei diesem Roman handelt es sich um die Geschichte zweier Menschen, die schon lange mit ihrem Leben unzufrieden sind und nach und nach beginnen, sich ein neues, eigenständiges Leben aufzubauen. Sprachlich ist das Buch einfach gehalten, es ließ sich schnell und flüssig lesen, jedoch konnte ich mich mit keiner Figur dieses Buches anfreunden, in meinen Augen fehlte ihnen einfach die Tiefe.

Bewertung: Note 2-

Der Autor:
Nick Hornby, geboren am 17.04.1957, ist ein britischer Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten aktuellen Vertreter der Popkultur bzw. Popliteratur. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Fever Pitch, High Fidelity und About a Boy, die allesamt verfilmt wurden.

Die Homepage des Autoren findet ihr hier.


W
ie ich zu dem Buch kam:
Hierbei handelte es sich um einen Spontan-Kauf. Naja, jeder greift halt mal daneben.


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