Mittwoch, 5. Oktober 2011

[Rezension] Peter Freund - Laura und das Geheimnis von Aventerra (Laura Leander Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:Seitenanzahl: 511
ISBN: 978-3-431-03513-1
Erscheinungstermin: 14. Februar 2007
Format: Hardcover

Verlag: Ehrenwirth

Klappentext:
Laura Leander hat den Kopf voller Sorgen. Vor einem Jahr ist ihr Vater Marius spurlos verschwunden. Eine ewig nörgelnde Stiefmutter macht ihr das Leben schwer. In der Schule drohen Laura zwei Fünfen auf dem Halbjahreszeugnis. Ihren jüngeren Bruder Lukas hat sie zwar tief ins Herz geschlossen, doch seine ständige Besserwisserei geht ihr ganz schön auf die Nerven. Und dann diese düsteren Träume und unheimlichen Zwischenfälle. Bei einem Ausritt mit ihrem Pferd Sturmwind wird Laura von Krähen angegriffen und ein dunkler Reiter verfolgt sie. Oder spielt ihr nur die Einbildung einen üblen Streich? An ihrem dreizehnten Geburtstag wird ihr Leben vollends auf den Kopf gestellt. Denn Laura ist als Wächterin des Lichts auserwählt, den Kelch der Erleuchtung aus den Händen der Dunklen Mächte zu befreien. Nur so kann sie verhindern, dass Borboron, der Schwarze Fürst der Finsternis, auf dem Planeten Aventerra endgültig die Macht an sich reißt. Damit wäre das Schicksal Aventerras und der Menschenwelt besiegelt. Beide würden ins Ewige Nichts fallen. Ein erbitterter Kampf beginnt, in dem das Böse stets einen Schritt voraus zu sein scheint ...


Rezension:
Laura Leander hat es nicht leicht. Ihre Mutter starb bei einem Autounfall als sie 5 Jahre alt war (Laura saß mit im Auto, konnte aber gerettet werden), ihr jüngerer Bruder Lukas ist ein Genie, sie selbst muss das Schuljahr zusammen mit ihrer besten Freundin Kaja wiederholen, ihr Vater verschwand vor einem Jahr spurlos und ihre Stiefmutter Sayelle nörgelt nur an ihr herum. Kurzum, Laura ist genervt von allem und weiß nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Noch dazu steht ihr 13. Geburtstag ins Haus, der erste Geburtstag seit dem Verschwinden ihres Vaters. Laura würde am liebsten in den Tag hinein leben, auf ihrem Pferd Sturmwind reiten und ein Buch nach dem anderen verschlingen, doch sie weiß, dass sie etwas ändern muss. Sie hat sich für dieses Schuljahr vorgenommen, wesentlich mehr für die Schule zu tun, denn wenn sie noch einmal sitzen bleibt, muss sie das geliebte Internat Ravenstein verlassen.

Doch alles kommt anders als geplant. In der Nacht ihres 13. Geburtstags erscheint Vater Marius Laura im Traum und erzählt ihr von ihrer Bestimmung als Wächterin des Lichts. Sie muss den Kelch der Erleuchtung finden und ihn nach Aventerra, einer Parallel-Welt und doch wesentlich älter als die Erde, bringen, um Elysion, den Hüter des Lichts, zu retten, der vom Schwarzen Fürsten Borboron tödlich verwundet wurde. Denn stirbt Elysion, übernimmt Borboron die Herrschaft und wird sowohl Aventerra, als auch die Erde vernichten. Sie soll sich an Aurelius Morgenstern wenden, der würde ihr helfen und ihr alles erklären. Als Laura am Morgen aufwacht, hält sie das Ganze für einen Traum doch nach und nach muss sie einsehen, dass an der Geschichte, die ihr Vater ihr im Traum erzählt hat, doch etwas dran sein muss.

Als Laura wieder in Ravenstein ist, versucht sie umgehend mit Professor Morgenstern (Direktor des Internats) Kontakt aufzunehmen, doch dieser ist schwer erkrankt. Hilfe bekommt sie von ganz unerwarteter Seite von Mary Morgain, Lehrerin für Englisch und Französisch und Percy (Perceval) Valiant ihrem Sportlehrer. Beide sind Nachfahren von Wächtern des Lichts und verfügen je, wie auch Aurelius Morgenstern, über eine Gabe der Wächter, die in Laura vereint sind. Unter der Anleitung der drei, versucht Laura ihre Kräfte zu entwickeln und zu stärken. Mit Hilfe ihres Bruders Lukas und ihrer Freundin Kaja versucht sie indes, das Versteck des Kelches zu finden, denn er wurde auf dem Gelände des Internats versteckt. Als Laura den Spuren ihres Vaters im Internat folgt (auch er war hier Lehrer) findet sie Rauenhauch, den Flüsternden Nebel und entdeckt das Ritual, mit dem sie Portak, den Steinernen Riesen erwecken kann. Beide erweisen sich als nützliche und freundliche Helfer auf der Suche nach dem Kelch. Doch auch im Internat lauern Feinde - die dunkle Seite hat schon lange Stellung bezogen und versucht zu verhindern, dass der Kelch gefunden wird und Laura ihn nach Aventerra bringen kann. Auch vor Mord schrecken sie nicht zurück ...


Eine fantastische Geschichte um die Mächte des Guten gegen das Böse und im Mittelpunkt steht ein 13-jähriges Mädchen, dass mit ihrer neuen Lebenssituation klarkommen muss und sich doch dem Kampf stellt. Den Schreibstil kann ich nur als farbenfroh, fantastisch, einfach wundervoll beschreiben. Schon allein die Namen, die der Autor verwendet hat, finde ich einfach genial: z. B. Max Stinkefurz (eigentlich Maximilian Finkensturz), Kaja (Katharina Löwenstein) und Frau Pieselstein (Frau Priese-Stein) und noch viele mehr.

Da das Buch sowohl auf der Erde, als auch in Aventerra spielt, kommen natürlich beide Welten zu Wort. Um hier Verwirrungen zu vermeiden und die Welten klar abzugrenzen, wurde das Buch 2-farbig gedruckt, in schwarzer Schrift für die Erde, in roter Schrift für Aventerra.


Bewertung: Note 1

Der Autor:
Peter Freund, geboren am 17.02.1952) studierte ab 1971 Publizistik, Politikwissenschaft und Soziologie. Bekannt wurde Peter Freund als Autor der Fantasy-Jugendroman-Reihe Laura Leander. Darin erzählt er die Geschichte einer jungen Internatsschülerin, die entdeckt, dass sie magische Kräfte besitzt, und diese gegen das Böse einsetzt. Die Reihe war ursprünglich auf fünf Bände angelegt, wurde aber 2007, auf Wunsch zahlreicher Leser, mit einem sechsten Band fortgesetzt. Der erste Band wurde im ersten Jahr nach der Veröffentlichung über 100.000 Mal verkauft.
Peter Freund ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin.

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Von Peter Freund wurden gelesen und rezensiert:



Wie ich zu dem Buch kam:
Ich habe auf einem Grabbel-Tisch Band 2, 3 und 6 dieser Reihe entdeckt und sofort zugeschlagen. Nach und nach konnte ich mir auch die anderen Bände organisieren (ich wollte sie unbedingt im Hardcover-Format, damit sie im Schrank am Ende toll zusammenpassen). Als ich diesem Band endlich habhaft werden konnte, war ich schockiert, was mache Leute so unter "leichten" Gebrauchsspuren verstehen.



Kommentare:

jucele`s World hat gesagt…

Oh die Reihe habe ich auch letztens auf einem Grabbeltisch gesehen und konnte direkt die ersten drei und den sechsten Teil ergattern :), ich suche nun auch die mir fehlenden :)

Schöne Rezi die mich noch neugieriger macht!

CharlySunrise hat gesagt…

ich finde diese reihe schon seit meiner kindheit toll und würde sie glatt nocheinmal durchlesen :)

tolle rezi übrigens!