Samstag, 5. März 2011

[Rezension] Cornelia Funke - Tintenherz



Klappentext:
die dunkelheit war blass vom regen und der fremde war kaum mehr als ein schatten. nur sein gesicht leutete zu meggie herüber. -- wer ist staubfinder, der fremde, wirklich? und wer ist capricorn, wer zauberzunge? antworen findet meggie in einem alten ligurischen bergdorf - und in einem buch.


Rezension Kerry:
meggie ist 12 und lebt zusammen mit ihrem vater, einem buchbinder oder auch "buchdoktor" genannt auf einem hof. ihr ganzes leben dreht sich nur um bücher, überall im haus sind sie verstreut und sowohl vater, als auch tochter sind nie ohne eines anzutreffen. eine mutter hat meggie nicht, diese ist fortgegangen, als sie 3 jahre alt war.

eines tages taucht ein mann auf dem hof auf, der sowohl meggie, wie auch ihren vater gesucht und endlich gefunden hat. meggie versteht nicht, warum ihr vater sich so über den besucher aufregt und warum dieser ihren vater immer "zauberzunge" nennt. auf ihre fragen erhält sie keine antworten, nur noch mehr rätsel, denn plötzlich steht die frage im raum, warum liebt ihr vater bücher über alles, aber hat seiner tochter, so lange sie sich erinnern kann, nie vorgelesen?

ein besonderes geheimnis umgibt "zauberzunge". wenn er aus einem buch vorliest, erscheinen gestalten aus diesem in der realen welt. vor 9 jahren lockte er versehentlich drei schurken aus dem buch "tintenherz" heraus, doch es muss einen ausgleich der welten geben. in dem moment, wo die figuren der geschichte erschienen, verschwand seine frau mit den zwei familienkatzen in der geschichte. "zauberzunge" lebt nur in der hoffnung, eines tages seine frau wieder aus "tintenherz" herauslesen zu können, doch die schurken, allen voran capricorn, versuchen, aller exemplare des buches herr zu werden und diese zu vernichten, damit sie nicht mehr zurück geschickt werden können. ein wettlauf mit der zeit um das letzte exemplar beginnt, denn wenn dieses vernichtet wird oder in falsche hände gerät, ist alles aus...


eine wunderbare, sehr fantasievoll geschriebe geschichte, die ich jedem, der auch gerne phantastische geschichten liest, weiterempfehlen kann.

Bewertung: Note 1

Rezension Kleeblatt:
Wer hätte gedacht, dass ich noch mal Bücher lese, die in die Sparte Kinder- und Jugendliteratur fallen. Dieses Buch von Cornelia Funke hat es in sich, es packt einen mit Haut und Haaren und lässt einen nicht mehr los.
Es erzählt die Geschichte von Mortimer, genannt Mo, und seiner Tochter Meggie. Beide leben allein, denn die Mutter ist vor vielen Jahren plötzlich verschwunden. Mo ist ein Buchrestaurator und hat die Liebe zu den Büchern seiner Tochter weitervermittelt. In ihrem Haushalt befinden sich Bücher, wohin man sieht. Nichts stört ihre Zweisamkeit, bis eines Tages ein Mann namens Staubfinger vor ihrer Tür steht, der ein Buch von Mo haben will, welches er Capricorn bringen möchte. Um dieses Buch gibt es ein großes Geheimnis und da Mo das Buch nicht weggeben will, versucht er mit Meggie zu einer Verwandten, Tante Elinor, zu fliehen. Staubfinger ahnt dieses bereits und fängt die beiden ab, er gibt vor, ebenfalls Angst vor Capricorn zu haben und flieht mit ihnen gemeinsam zur Tante. Sie nehmen ihn mit, nicht ahnend, dass er sie an Capricorn verraten wird. Mo wird aus dem Haus der Tante entführt und das vermeintliche Buch ebenfalls. Dieses wurde aber von Mo ausgetauscht, so dass er mit einem falschen Buch bei Capricorn aufschlägt.
Um Mo auszulösen, versuchen nun Meggie, ihre Tante und Staubfinger das echte Buch gegen Mo auszutauschen. Meggie und ihre Tante werden ebenfalls von Capricorn gefangen genommen und erfahren nun von Mo, welche Bewandnis es mit dem Buch auf sich hat und warum sie ihn alle mit Zauberzunge anreden.
Mo besitzt eine besondere Gabe - er kann Figuren aus Büchern lesen. So geschah es, dass er die Bösewichter Capricorn, seinen Helfer Basta und Staubfinger aus dem Buch "Tintenherz" heraus gelesen hatte und um das Gleichgewicht zu halten, verschwanden zeitgleich Meggies Mutter und zwei Katzen. Staubfinger gefällt die Welt nicht, in die er gepurzelt ist und er versucht mit aller Macht, wieder nach "Hause" zu kommen und tut dafür alles, selbst wenn es heißt, Mo und seine Lieben an Capricorn zu verraten. Capricorn selber gefällt es, wo er jetzt ist, er herrscht auf böse und brutale Gewalt in einem verlassenen Dorf.
Ein anderer Leser, Darius, der ebenfalls über die Gabe des "Herauslesens" verfügt, hat noch weitere Personen aus dem Buch gelesen, diese hatten aber größtenteils irgendwelche Mängel, sie waren stumm oder behindert.
Capricorn benötigt nun Zauberzunge, damit er ihm das personalisierte Böse, den Schatten, aus dem Buch lesen soll. Mit Hilfe von Staubfinger gelingt ihnen die Flucht und sie suchen Fenoglio, den Autor des Buches Tintenherz auf. Der soll ihnen helfen, die Bösewichter zu besiegen. Aber ist Fenoglio dazu in der Lage und wird Meggie ihre Mutter wiedersehen?

Ein wirklich spannend geschriebenes Buch, welches man nicht mehr aus der Hand legen möchte, man fiebert mit den Hauptfiguren mit. Es ist lebendig beschrieben, so dass ich mir die Figuren auch sehr gut vorstellen konnte. Ich kann es gar nicht abwarten, den zweiten Teil zu lesen.
Ein absolut empfehlenswertes Buch.

Bewertung: Note 1

2 Kommentare:

Leselurch hat gesagt…

Sehe ich so wie du =)
Hast du auch die Fortsetzungen gelesen? Die konnten mich leider nicht besonders begeistern...

Therry hat gesagt…

Hm, Tintenherz hat mir noch ganz gut gefallen, auch wenn ich die Geschichte sehr vorhersehbar fand - aber an Tintenblut bin ich dann schon katastrophal gescheitert =/ unzählige Male angefangen und immer wieder weggelegt :/