Freitag, 9. September 2011

[Rezension] Sylvia Seyboth - Vampir in Untermiete (Aengus O´Donaghue Chroniken Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten: Seitenanzahl: 312
ISBN: 978-3-837072-47-1
Erscheinungstermin: 20. Februar 2009 (2. Auflage)
Preis: 19,95 EUR (D)
Format: Flexibler Einband
Verlag: Books on Demand

Klappentext:
Der Traum vom eigenen Haus wird für Kathleen Ensworthy endlich wahr. Doch bereits kurz nach dem Einzug, muss sie feststellen, dass dieses Haus ihr so schnell nicht alleine gehören würde. Ein unerwünschter Untermieter, der gar nicht daran denkt seinen Unterschlupf aufzugeben, bewohnt seit langer Zeit das einsam gelegene Gebäude auf dem Land. Der irische Vampir Aengus O´Donaghue, schuf in der Vergangenheit mit viel Mühe den Mythos des “Unheimlichen Hauses”, um störende Besucher fernzuhalten. Er ist ebenfalls nicht unbedingt begeistert von der Vorstellung sein Heim von nun an mit einem Menschen teilen zu müssen, doch er erkennt sehr schnell die nützlichen Seiten dieses Arrangements.


Rezension:
Kathleen Ensworthy kann sich nach einer kleinen Erbschaft endlich ihren Lebenstraum erfüllen: Ein kleines Häuschen auf dem Land. Sie wird tatsächlich fündig und kann für wenig Geld ein renovierungsbedürftiges Haus kaufen.

Nachdem sie in Dublin alles geregelt hat, macht sie sich auf, zu ihrem neuen Heim. Kaum angekommen, beginnt sie mit den Renovierungs- und Aufräumarbeiten und entdeckt dabei eine wunderbare Bibliothek. Sie arbeitet den ganzen Tag in ihrem Haus; zum Abend hin will sie noch im Keller schauen, wie viel Platz dort noch als Lagerfläche vorhanden ist. Sie staunt nicht schlecht, als sie den 1. Kellerraum aufmacht und diesen behaglich eingerichtet vorfindet. Dieser Raum macht eindeutig einen bewohnten Eindruck, denn im Gegensatz zum Rest des Hauses ist dieser sauber und es liegt sogar ein aufgeschlagenes Buch auf dem Sessel!

Kathleen ist zwar etwas verunsichert, geht aber davon aus, dass der Eindringling mit ihrem Einzug von selbst den Rückzug aus ihrem Haus angetreten hat. Dies scheint sich zu bewahrheiten, denn der 2. Kellerraum ist, wie nicht anders zu erwarten, leer und staubig. Im 3. Kellerraum hingegen trifft Kathleen fast der Schlag: Darin befindet sich ein Sarg! Aus einem spontanen Entschluss heraus, beschließt sie, den Sarg zu öffnen - er ist leer. Doch bevor sie sich auch nur umdrehen kann, meldet sich Aengus O´Donaghue zu Wort. So beginnt ein interessantes Vermieter-/Untermieter-Verhältnis.

Aengus O´Donaghue ist alles andere als begeistert, dass ein Mensch sein Heim gekauft hat und auch dort wohnen will. Jedoch muss er zugeben, dass es kaum eine bessere Tarnung für einen Vampir gibt, als ein Haus mit einer jungen allein stehenden Frau. Jetzt muss er sich nur noch mit dieser jungen, sturen Frau arrangieren ...


Eine wunderbare, ja teils sinnlich erzählte Geschichte über einen Vampir und eine junge Frau, beide unzufrieden mit ihrem Leben und doch an die Ketten ihrer jeweiligen Art gebunden. Den Schreibstil kann ich nur als sehr ruhig, ja teilweise sinnlich beschreiben, doch je mehr ich über diesen außergewöhnlichen Vampir las, desto mehr wollte ich wissen. Wie wurde er so? Warum ist er anders als der Rest einer Art? Wie wird es mit ihm weiter gehen? Die Figur der Kathleen wirkt in meinen Augen allerdings etwas blass dargestellt, hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe / Gefühl gewünscht. Auf den Nachfolgeband Rebellion der Vampire bin ich sehr gespannt.

Bewertung: Note 1-


Die Autorin:
Sylvia Seyboth wurde 1971 in München geboren und widmete sich von Jugend an dem Schreiben. Nach einer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau wechselte sie als Angestellte in den öffentlichen Dienst über.

Die Homepage der Autorin findet ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Auch dieses Buch wurde von Claudia als Rezensionsexemplare verlost und ich hatte das Glück, dieses zu gewinnen und mit Genuss zu lesen. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Claudia und an Books of Demand, für das Bereitstellen des Buches.



1 Kommentar:

Sylvia hat gesagt…

Danke für diese wunderschön ausgearbeitete Rezension zu meinem Roman. Es freut mich zu lesen, das gerade der besinnliche Aspekt dieses als Einstieg geplanten Buches wahrgenommen wurde und hoffe Teil 2, der ein wenig rasanter daherkomm, ebenfalls Gefallen findet.

Liebe Grüsse
Sylvia Seyboth (im übrigen ebenfalls Katzenbutlerin)