Donnerstag, 4. August 2011

[Rezension] James Patterson - Sonntags bei Tiffany


Klappentext:
Die achtjährige Jane ist ein einsames kleines Mädchen. Denn ihre Mutter Vivienne, eine erfolgreiche Broadway-Produzentin, hat nichts anderes im Kopf als ihre Karriere und ihre Liebschaften. Glücklicherweise gibt es aber jemanden, der Jane zur Seite steht – ihr treuer Freund Michael. Zwar ist Michael für alle anderen Menschen unsichtbar, aber deshalb ist er Jane nicht weniger nahe. Ihm vertraut sie ihre Nöte und Sorgen an, mit ihm teilt sie alle Geheimnisse. An ihrem neunten Geburtstag muss Michael sie jedoch verlassen, so will es ein ehernes Gesetz, und die beiden dürfen sich nie mehr wiedersehen.
Dreiundzwanzig Jahre später: Jane führt ein hektisches Leben als Mitarbeiterin in der Produktionsfirma ihrer Mutter. Auch die Beziehung zu ihrem Freund Hugh, einem ambitionierten jungen Schauspieler, ist nicht glücklich, denn Hugh ist weniger in Jane verliebt als in ihre Kontakte zur Medienwelt. Doch dann trifft Michael eines Tages zufällig die unglückliche Jane und ist sofort tief bewegt. Darf er das Gesetz brechen und sich ihr wieder nähern? Darf er ihr helfen? Und gibt es Raum für eine Liebe, die keine Schranken gelten lässt?


Rezension:
Jane ist acht und hat einen besten Freund: Michael. Doch nur sie kann Michael sehen, denn er ist ihr imaginärer Freund. Ihre Mutter, eine erfolgreiche Broadway-Produzentin, bereits in dritter Ehe verheiratet und mehr oder weniger auf der Suche nach Ehemann Nr. 4, kümmert sich recht wenig um ihre einzige Tochter, lediglich mit Kleidungs- und Ernährungsfragen geht sie auf ihre kleine, wenn auch etwas pummelige, Tochter ein und lediglich jeden Sonntag gehen sie mittags essen und danach zu Tiffanys. Ihren Vater sieht Jane auch nur sehr selten. Doch ihre ganze Welt ist Michael, der ihr immer zuhört, sie tröstet, versteht und ihr Selbstbewusstsein gibt. Mit ihm hat sie so viel Spaß, dass die fehlende Zuneigung ihrer Umgebung sie nicht sonderlich stört. Als ihre Mutter auch noch ihren 9. Geburtstag vergisst und stattdessen eine After-Show-Party gibt und ihr Vater auch nur kurz zu Besuch kommt, ist Michael ihr einziger Trost. Doch an diesem Tag bricht Michael ihr das Herz: Die Regeln besagen, dass ein imaginärer Freund seinen Schützling spätestens an seinem 9. Geburtstag verlassen muss - der Schützling würde daraufhin seinen Freund vergessen ...

23 Jahre später: Jane, immer noch hat sie nicht die Traummaße, wie ihre Mutter es gern hätte, arbeitet mittlerweile in der Produktionsfirma ihrer Mutter. Doch sie hat ein eigenes Stück geschrieben und produziert, dass zum Erstaunen aller auch noch ein riesiger Erfolg wurde. Es ist Dem Himmel sei Dank und handelt von einem kleinen 8-jährigen Mädchen und seinem imaginären Freund. Jane hat Michael nicht vergessen! Sie ist sogar mit Hugh, der in dem Broadway-Stück den Michael spielt, liiert, doch glücklich ist sie nicht. Nach wie vor mischt sich ihre Mutter in ihr Leben ein und versucht auch, ihr in die Verfilmung ihres Stückes reinzureden.

Michael ist gerade auf Urlaub in New York. Diesen hat er immer zwischen zwei Aufträgen als imaginärer Freund. Zwischen seinen Aufträgen lebt er wie ein Mensch, er geht unter Leute und wird von ihnen wahrgenommen. Eines Tages begegnet ihm auf der Straße eine junge Frau, die ihn an Jane, einen seiner Schützlinge erinnert und es ist Jane! Sie ist die einzige, die mit der Zeit in seiner Erinnerung nicht verblasst ist. Er folgt ihr, wagt es aber nicht, Kontakt mit ihr aufzunehmen. In einem Restaurant treffen sich die beiden wieder, Jane erkennt Michael und spricht ihn an. Dieser versucht erst gar nicht zu leugnen, dass er sie kennt. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und werden schnell ein Paar und wie schon als Kind, gibt Jane Michaels Gegenwart mehr Selbstvertrauen als je zuvor. Sie ändert einige Dinge in ihrem Leben und setzt sich für die Verwirklichung ihrer Träume ein.

Doch Michael ist unsicher, was er von der ganzen Sache halten soll. Ist er da, um Jane neues Selbstbewusstsein zu geben? Doch nach und nach dämmert es ihm, einst begleitete er Jane zu Beginn ihres Lebens, soll er sie nun aus demselben hinausbegleiten?


Ein wunderbarer Roman über ein kleines, einsames Mädchen, dass es schafft, sich im Leben durchzubeißen und nie aufhört, an ihre Träume und die wahre Liebe zu glauben. Es handelt sich um eine wunderschöne, kurzweilige Geschichte, bei der ich bis zum Schluss mitgebangt habe.

Bewertung: Note 1

Der Autor:
James Patterson wurde 1947 geboren. Bevor er Schriftsteller wurde, war er Kreativdirektor einer großen Werbeagentur in den USA. 1976 veröffentlichte er sein erstes Buch, das zunächst kein Verlag herausbringen wollte. In Amerika allein hat er bereits 16 Mio. Bücher verkauft, weltweit sind es 170. Mio. Die Times nannte ihn in einem Artikel: 'Der Mann, der nie daneben liegt', da es schon fast gespenstisch ist wie jedes Buch von ihm ein Erfolg wird. Heute lebt er mit seinem Sohn und seiner Frau in Palm Beach.

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Von James Patterson gelesen und rezensiert:



Wie ich zu dem Buch kam:
Ich bin ja ein bekennender James-Patterson-Fan. Seine Bücher um Alex Cross oder den Womens-Murder-Club verschlinge ich ja, sobald ich deren habhaft werden kann. Doch er schreibt nicht nur Thriller, auch wundervolle, einfühlsame Bücher stammen aus seiner Feder. Ich weiß noch, dass ich herzzerreißend geweint habe, als ich "Tagebuch für Nikolas" gelesen habe. "Sonntags bei Tiffany" stand schon lange auf meiner Wunschliste und beim Büchershoppen am Samstag ist es mir in die Hände gefallen. Ich konnte auch nicht widerstehen, es fast umgehend zu lesen.



2 Kommentare:

Soleil hat gesagt…

Das ist nicht nur ein wunderschönes Cover, das klingt auch nach einer ganz tollen Geschichte!

Kleeblatt hat gesagt…

Ich glaube, ich möchte das auch mal lesen, nicht gleich, aber in naher Zukunft,

LG
Kleeblatt