Vorab ein paar Eckdaten: Seitenanzahl: 377
ISBN: 978-3-827053-39-8
Erscheinungstermin: 8. August 2009 (3. Auflage)
Preis: 16,90 EUR (D), 17,40 EUR (A)
Format: Hardcover Verlag: Berlin Verlag
Klappentext:
Auch wenn die Jugendlichen nicht miteinander verwandt sich, haben sie alle eines gemeinsam: eine schmerzhafte familiäre Biografie. Wie ihre neuen Familienmitglieder spürt auch Franka zunächst eine große Fremdheit. Nirgends gehört sie richtig dazu, nicht in dieser „Pflegefamilie“, nicht in ihrer Klasse und vor allem nicht in Waldburgen.
Darüberhinaus scheint jedoch irgendetwas nicht zu stimmen in Waldburgen. Dies merkt Franka von Anfang an, und sie wird dieses Gefühl nicht mehr los. Wieso schweigen die Erwachsenen so beharrlich, wenn man sie auf das verlassene Dorf Unland, diese Ruinenlandschaft am Waldrand, anspricht?
Als plötzlich ein Junge aus dem Haus Eulenruh verdächtigt wird, einen Diebstahl begangen zu haben, gründet Franka eine Bande. Während die „Eulen“ versuchen herauszufinden, wer hinter der Verleumdung steckt und warum, stoßen sie auf ein viel größeres und unheimlicheres Geheimnis.
Alle Fäden laufen in Unland zusammen, doch als sie endlich die ungeheure Wahrheit erkennen, ist es zu spät. Sie werden es vielleicht niemandem mehr erzählen können …
Rezension:
Franka, eine Berliner Großstadt-Göre wie sie im Buche steht, wird nach dem plötzlichen Tod ihrer Pflegemutter zu einer Erziehungseinrichtung in Waldenburgen in Sachsen-Anhalt geschickt. Doch Franka entspricht nicht den Erwartungen und so landet sie zwar in Waldenburgen, wird aber versehentlich nicht von der Bushaltestelle zum Haus Eulenruh mitgenommen, denn dort wurde ein Mädchen erwartet und Franka sieht aus wie ein Junge. Kurze Haare, starker Knochenbau und Hosen, so fühlt sich Franka wohl. Im Dorfladen erklärt ihr die Besitzerin den Weg, sodass sie, wenn auch reichlich spät, doch noch am Haus Eulenruh landet. Dort ist die Aufregung schon groß, denn das erwartete Mädchen war ja nicht im Bus.
Nach kurzer Zeit kann Franka das Missverständnis aufklären und wird sofort von den neuen Pflegeeltern, dem Pädagogenehepaar Andreas und Vera Kämpf, herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Auch die Zwillinge Lizzie und Ann freuen sich sehr über das Erscheinen von Franka und nehmen sie vorbehaltlos auf. Anfangs ist Franka sehr distanziert, sowohl in der Pflegefamilie, wie auch in der Schule. Doch nach und nach taut sie auf und wird ein richtiger Bestandteil dieser Familie, die neben ihr noch 6 weitere Pflegekinder umfasst.
Vom Fenster ihres Zimmers aus kann sie ein abgesperrtes Gelände sehen, Unland. Doch wo immer sie Fragen zu Unland stellt, wird sie mit Ausflüchten abgespeist, niemand kann oder will ihr sagen, was es damit auf sich hat. Warum ist das gesamte Gelände abgesperrt? Was war dort? Frankas Neugierde wächst von Tag zu Tag.
Doch nicht nur Unland beunruhigt sie. Auch geschehen zwar nur kleine, jedoch äußerst merkwürdige Dinge. Gegenstände verschwinden, ein Waldarbeiter hat in der Nähe von Unland einen tragischen Unfall und als auch noch 2 Jungen aus der Pflegefamilie, Ricardo und Matthias, des Diebstahls beschuldigt werden, beschließt Franka, zusammen mit ihren Freunden, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Sie gründen einen Club, "die Eulen" und machen sich daran, herauszufinden, was genau ihnen verschwiegen wird, denn instinktiv weiß Franka, alles hat mit Unland zu tun ...
Ich hatte in diesem Jahr bereits das Buch "Schattengesicht" von Antje Wagner gelesen und das hat mir so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, mir auch die anderen Werke der Autorin näher anzusehen. Unland stand schon lange auf meiner Wunschliste und jetzt hatte ich endlich die Gelegenheit es zu lesen und es hat mich nicht enttäuscht.
Wunderbar und einzigartig ist jede Figur des Buches gestaltet, die Entwicklung von Franka in der Gemeinschaft glaubwürdig und real dargestellt und auch der Schreibstil an sich wies keinerlei Tiefen auf, ja schlimmer noch, auch hier hatte ich, wie seinerzeit schon bei "Schattengeschicht", ernsthafte Probleme, dass Buch überhaupt aus der Hand zu legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.
Auch das Ende der Geschichte, wie bereits in "Schattengesicht" unerwartet, aber genial. Ich hatte wirklich mit allem gerechnet, aber damit nicht, aber mehr verrate ich nicht. Wer also einen spannenden und unerwarteten Jugendbuch-Thriller lesen möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
Bewertung: Note 1
ISBN: 978-3-827053-39-8
Erscheinungstermin: 8. August 2009 (3. Auflage)
Preis: 16,90 EUR (D), 17,40 EUR (A)
Format: Hardcover Verlag: Berlin Verlag
Klappentext:
Auch wenn die Jugendlichen nicht miteinander verwandt sich, haben sie alle eines gemeinsam: eine schmerzhafte familiäre Biografie. Wie ihre neuen Familienmitglieder spürt auch Franka zunächst eine große Fremdheit. Nirgends gehört sie richtig dazu, nicht in dieser „Pflegefamilie“, nicht in ihrer Klasse und vor allem nicht in Waldburgen.
Darüberhinaus scheint jedoch irgendetwas nicht zu stimmen in Waldburgen. Dies merkt Franka von Anfang an, und sie wird dieses Gefühl nicht mehr los. Wieso schweigen die Erwachsenen so beharrlich, wenn man sie auf das verlassene Dorf Unland, diese Ruinenlandschaft am Waldrand, anspricht?
Als plötzlich ein Junge aus dem Haus Eulenruh verdächtigt wird, einen Diebstahl begangen zu haben, gründet Franka eine Bande. Während die „Eulen“ versuchen herauszufinden, wer hinter der Verleumdung steckt und warum, stoßen sie auf ein viel größeres und unheimlicheres Geheimnis.
Alle Fäden laufen in Unland zusammen, doch als sie endlich die ungeheure Wahrheit erkennen, ist es zu spät. Sie werden es vielleicht niemandem mehr erzählen können …
Rezension:
Franka, eine Berliner Großstadt-Göre wie sie im Buche steht, wird nach dem plötzlichen Tod ihrer Pflegemutter zu einer Erziehungseinrichtung in Waldenburgen in Sachsen-Anhalt geschickt. Doch Franka entspricht nicht den Erwartungen und so landet sie zwar in Waldenburgen, wird aber versehentlich nicht von der Bushaltestelle zum Haus Eulenruh mitgenommen, denn dort wurde ein Mädchen erwartet und Franka sieht aus wie ein Junge. Kurze Haare, starker Knochenbau und Hosen, so fühlt sich Franka wohl. Im Dorfladen erklärt ihr die Besitzerin den Weg, sodass sie, wenn auch reichlich spät, doch noch am Haus Eulenruh landet. Dort ist die Aufregung schon groß, denn das erwartete Mädchen war ja nicht im Bus.
Nach kurzer Zeit kann Franka das Missverständnis aufklären und wird sofort von den neuen Pflegeeltern, dem Pädagogenehepaar Andreas und Vera Kämpf, herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Auch die Zwillinge Lizzie und Ann freuen sich sehr über das Erscheinen von Franka und nehmen sie vorbehaltlos auf. Anfangs ist Franka sehr distanziert, sowohl in der Pflegefamilie, wie auch in der Schule. Doch nach und nach taut sie auf und wird ein richtiger Bestandteil dieser Familie, die neben ihr noch 6 weitere Pflegekinder umfasst.
Vom Fenster ihres Zimmers aus kann sie ein abgesperrtes Gelände sehen, Unland. Doch wo immer sie Fragen zu Unland stellt, wird sie mit Ausflüchten abgespeist, niemand kann oder will ihr sagen, was es damit auf sich hat. Warum ist das gesamte Gelände abgesperrt? Was war dort? Frankas Neugierde wächst von Tag zu Tag.
Doch nicht nur Unland beunruhigt sie. Auch geschehen zwar nur kleine, jedoch äußerst merkwürdige Dinge. Gegenstände verschwinden, ein Waldarbeiter hat in der Nähe von Unland einen tragischen Unfall und als auch noch 2 Jungen aus der Pflegefamilie, Ricardo und Matthias, des Diebstahls beschuldigt werden, beschließt Franka, zusammen mit ihren Freunden, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Sie gründen einen Club, "die Eulen" und machen sich daran, herauszufinden, was genau ihnen verschwiegen wird, denn instinktiv weiß Franka, alles hat mit Unland zu tun ...
Ich hatte in diesem Jahr bereits das Buch "Schattengesicht" von Antje Wagner gelesen und das hat mir so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, mir auch die anderen Werke der Autorin näher anzusehen. Unland stand schon lange auf meiner Wunschliste und jetzt hatte ich endlich die Gelegenheit es zu lesen und es hat mich nicht enttäuscht.
Wunderbar und einzigartig ist jede Figur des Buches gestaltet, die Entwicklung von Franka in der Gemeinschaft glaubwürdig und real dargestellt und auch der Schreibstil an sich wies keinerlei Tiefen auf, ja schlimmer noch, auch hier hatte ich, wie seinerzeit schon bei "Schattengeschicht", ernsthafte Probleme, dass Buch überhaupt aus der Hand zu legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.
Auch das Ende der Geschichte, wie bereits in "Schattengesicht" unerwartet, aber genial. Ich hatte wirklich mit allem gerechnet, aber damit nicht, aber mehr verrate ich nicht. Wer also einen spannenden und unerwarteten Jugendbuch-Thriller lesen möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
Bewertung: Note 1
Die Autorin:
Antje Wagner wurde 1974 in Lutherstadt Wittenberg geboren. Sie schreibt Erzählungen und Romane für Erwachsene und Jugendliche. Sie lebt in Potsdam und arbeitet auch als Sprecherin und als Übersetzerin aus dem Englischen. (übernommen von bloomsbury)
Die Homepage der Autorin findet ihr hier.
Wie ich zu dem Buch kam:
Auch dieses Buch hat Claudia als Rezensionsexemplare verlost und ich hatte hier das wahnsinnige Glück, dieses zu gewinnen und endlich von meiner Wunschliste zu streichen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Claudia und an den Berlin Verlag, für das Bereitstellen des Buches.

3 Kommentare:
Hallo Kerry!
Ich fand das Buch auch toll, nur hat mir der Schluß nicht ganz so gut gefallen (sonst hätte das Buch noch ein Extrasternchen bekommen).
Liebe Grüße von
Sabine
@Sabine:
Gerade den Schluss fand ich klasse, es ist ja noch so viel offen, ich meine, eine Richtung ist gegeben, aber die Spirale würde sich ja theoretisch immer weiter drehen, oder?
@Kerry: Mir war das Ende etwas zu utopisch, aber du hast auch recht - es würde immer weiter gehen. ;-)
LG
Sabine
Kommentar veröffentlichen