Mittwoch, 19. Oktober 2011

[Rezension] Karin Slaughter - Unverstanden


Vorab ein paar Eckdaten:Seitenanzahl: 163
ISBN: 978-3-442-37281-2
Erscheinungstermin: 9. März 2009 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet


Klappentext:
Martin Reed hat nicht viel in seinem Leben auf das er stolz sein kann: er wohnt bei seiner exzentrischen Mutter, die ihn obendrein für schwul hält, fährt einen Toyota Camry auf dem "Schlappschwanz" eingeritzt wurde und arbeitet als Buchhalter bei einer Toilettenartikelfirma in einem kleinen Büro gegenüber der Damentoilette. Er lässt sich von seinem Kollegen zu gerne piesacken und erfüllt alle Klischees eines typischen Losers. Als jedoch seine Kollegin Sandy tot aufgefunden wird und Martin für die Tatzeit kein Alibi vorlegen will, spitzt sich die Lage zu. Ist er ein verrückter Frauenmörder? Oder doch der unschuldige, missverstandene Trottel von nebenan? Vielleicht aber auch beides...


Rezension:
Martin Reed wurde sein ganzes Leben lang vom Pech verfolgt. In der Schule war er ein Loser, der Vater verließ früh die Familie und seine herrische Mutter diktiert ihm sein Leben. Er arbeitet seit 12 Jahren bei Southern Toilet Supply in der Buchhaltung, ohne befördert zu werden oder sich irgendwie hervor zu tun. Auch Frauen gibt es in seinem Leben nicht, er ist so durchschnittlich/langweilig, dass sich keine Frau, wenn sie sich denn mal auf ein Blind-Date eingelassen hat, erneut mit ihm treffen wollte.

Zu allem Überfluss versucht seine Mutter ihm auch ständig irgendwelche Besonderheiten (Alkoholismus, Homosexualität) einzureden, nur um in Selbsthilfegruppen betroffener Familienmitglieder einzutreten, nachdem sie beim Gartenclub und einem Pflegeverein vor die Tür gesetzt wurde.

Eines Tages jedoch steht die Kripo vor der Tür. Eine Arbeitskollegin Martins ist ermordet worden und nunmehr beginnen die Ermittlungen bei Southern Toilet Supply. Und tatsächlich scheint Martin ein Motiv für die Ermordung gehabt zu haben, zumal er ja, laut Aussagen seiner Kollegen, sowieso ein merkwürdiger Typ ist. Zu allem Überfluss gefällt Martin auch noch die ermittelnde Beamtin Anther Albada, sodass er nicht ernsthaft versucht, seine Unschuld zu beweisen.

Doch dann wird eine weitere Kollegin Martins ermordet und in ihr war sein Sperma ...


Mit völligem Unverständnis habe ich nach Beendigung dieses Buches auf das Cover geschaut und festgestellt: Da steht wirklich Thriller! Der Schreibstil ist sehr flach gehalten, das Buch lässt sich leicht lesen, Spannung kommt jedoch zu keinem Zeitpunkt auf. Auch die Figuren wirken in meinen Augen eher fad und die Handlung ist zu jedem Zeitpunkt vorhersehbar, jedoch habe ich mich durchaus das ein oder andere Mal bei der Lektüre amüsiert.

Bewertung: Note 4



Die Autorin:
Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Dieses Buch habe ich in einer meiner heiß und innig geliebten Grabbel-Kisten entdeckt und spontan gekauft. Leider handelt es sich hierbei definitiv um einen Fehlkauf!



3 Kommentare:

Diamantin hat gesagt…

Ich war auch enttäuscht.

Lg Anett

P.S. Toll, dass es mit der Tasche geklappt hat. Ich hab hier keine Filiale.

Martina hat gesagt…

Karin Slaughter gehört zu meinen Lieblingsautorinnen, aber die durch die Bank sehr schlechte Kritik zu diesem sehr dünnen Buch, hat mich die Finger davon lassen!!
Liebe Grüße
Martina

Unknown hat gesagt…

Ich lese von Karin Slaughter nur mehr die Sara Linton-Reihe, da ich auch mal mit einem ihrer anderern Thriller einen argen Reinfall erlitten habe.

LG
Sabine