Montag, 26. Dezember 2011

[Rezension] Carolin Römer - Die irische Meerjungfrau




Leseprobe


Eckdaten: 
Broschiert: 267 Seiten 
Verlag: Conte; Auflage: 1., Aufl. (April 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3941657259 
ISBN-13: 978-3941657250 
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,6 x 2 cm

Buchcovertext:
Für Detective Sergeant Fin O'Malley kommt's gerade knüppeldick. Frau und Tochter lassen ihn sitzen und sein Chef schiebt ihn aufs Abstellgleis. Er soll in einem Nest an der nordwestlichen Küste Irlands einen Verdächtigen aufspüren, der schon zehn Jahre tot ist. Hier in Foley, zwischen redseligen Iren und schweigenden Lämmern, beißt Fin erst mal auf Granit. Besonders bei Charlotte Quinn, die Kirchenfresken repariert und in einem einsamen Leuchtturm wohnt.
Spannend und mit viel Humor erzählt Carolin Römer in ihrem Krimierstling eine Story, wie sie nur in Irland spielen kann. Hier tauchen ehemalige Piraten auf, atheistische Pfarrer, untergetauchte IRA-Leute, trinkfeste Großmütter, unsichtbare Kobolde, verschwundene Rennpferde und eine geheimnisvolle Meerjungfrau ...

Zum Buch:
Als bei einem Gemäldediebstahl Fingerabdrücke von Thomas Keane gefunden werden, versetzt man Detective Sergeant Fin O'Malley kurzerhand nach Foley an die irische Nordwestküste, wo er nach diesem suchen soll. Die Sache hat nur einen Haken ... Thomas Keane ist bereits seit 10 Jahren tot. Auch wenn seine Leiche bis jetzt nicht gefunden wurde, gilt er nach einem Bootsunglück als tot. Ebenso wird nach seinem Bruder Jack gesucht.
O'Malley gibt sich in dem kleinen Ort, wo Jeder Jeden kennt, als Jounalist aus, der nach dem vor Jahren entführten und seitdem verschwundenen Pferd Shergar sucht.
Bei seinen Ermittlungen trifft er auf die unterschiedlichsten Dorfbewohner. Allen voran Nora Nichols, die trinkfeste alte Frau, die dem Sergeant einredet, sie wüsste, was mit Shergar passiert wäre und auch, wo sein Grab liegt. Sie erzählt ihm auch eine Geschichte über Gomballs, die eigentlich Feen sind und Meerjungfrauen. Dann gibt es den Pfarrer Dermot Keelan, der früher der letzte Leuchtturmwärter war, bevor man diesen stillgelegt hatte. Und es gibt Charlotte Quinn, Charlie genannt, die nach Aussage von Nora mit ihren roten Haaren und grünen Augen ebenfalls zu den Meerjungfrauen zählt. Sie restauriert in der kleinen Kirche ein Fresko und lebt im Leuchtturm.
Während Fin O'Malley versucht, über den Aufhänger Shergar den Aufenthaltsort der Keanebrüder zu erfahren, hält das Dorf dicht und gibt keine Informationen preis.

Carolin Römer hat ihr Erstlingswerk in Irland angesiedelt. Ein Land, bekannt für seine Sagenwelt. Auch sie bringt hier Elfen, Feen, Kobolde und Meerjungfrauen mit ins Gerede der trinkfesten Nora. Typisch irische Klischees, die einfach mit dazu gehören.
Wer Irland kennt, fühlt sich sofort anhand der Landschaftsbeschreibungen von Carolin Römer wieder dorthin versetzt. Die Beschreibung der kauzigen und eigenartigen Dorfbewohner ist gelungen, ohne aufgesetzt zu wirken. Völlig glaubwürdig und nachvollziehbar erlebt der Leser die Ermittlungen des mit einem Alkoholproblem behafteten Protagonisten Fin O'Malley.
So ganz nebenbei erfährt er auf der Suche nach den Keanebrüdern tatsächlich, was mit dem verschwundenen Pferd Shergar passiert ist. Die Ermittlungen bringen Dinge zutage, die überhaupt nicht vorhersehbar waren. Bei diesem Krimi gelingt es dem Leser nicht, schon ab der Mitte sagen zu können, in welche Richtung die Ergebnisse des Sergeanten gehen.
Das Ende ist für mich völlig überraschend und war so absolut nicht abzusehen.
Ein wirklich gelungener Krimi, der mich jetzt schon auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Er war zu keiner Zeit langweilig. Er versetzte mich wieder in das Irland, das ich lieben gelernt habe, brachte mich zum Schmunzeln und macht Lust nach mehr. Ich hoffe, dass man auf die Fortsetzung nicht allzu lange warten muss.
Für alle Irlandfans und die es werden wollen, eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung: Note 1   

Zur Autorin:
(übernommen vom Conte-Verlag)
Carolin Römer arbeitet als Cutterin beim Fernsehen und lebt in Saarbrücken. Ihre Ermittlerfigur Fin O'Malley hat sie für mehrere Folgen angelegt.

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim


bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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