Freitag, 9. Dezember 2011

[Rezension] Gabriella Engelmann - Hundert Jahre ungeküsst


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 274
ISBN: 978-3-401-06489-5
Erscheinungstermin: Februar 2011 (1. Auflage)
Format: Broschiert

Verlag: Arena


Klappentext:
Rosalie ist glücklich: Gerade ist sie von zu Hause ausgezogen, hat ihre Ausbildung zur Hotelkauffrau angefangen und sich verliebt. Das Problem: Auf Rosalie lastet ein Fluch und ihr siebzehnter Geburtstag soll in einer Katastrophe enden. Kein Grund zur Panik, denkt Rosalie, denn sie glaubt nicht an Märchen - zumindest bis zur Nacht vor ihrem Geburtstag, als sie das verbotene Turmzimmer des Schlosshotels betritt.


Rezension:
Lange mussten ihre Eltern auf Rosalie warten. Erst sehr spät wurde ihre Mutter mit ihr schwanger und die Freude darüber war grenzenlos. Natürlich musste die Geburt Rosalies gebührend gefeiert werden - mit einem großen Fest im familieneigenen Café "Dornröschen". Doch der Vater, etwas schusselig war er, vergass eine ehemalige Klassenkameradin von Rosalies Mutter einzuladen. Diese, verbittert vom Leben und frisch von ihrem Mann verlassen, verflucht daraufhin Rosalie - in ihrem 17. Lebensjahr soll sie sterben.

16 Jahre später: Rosalie hat es geschafft - sie beginnt eine Ausbildung in dem renomierten Schlosshotel als Hotelkauffrau. Der Umzug aus ihrem Elternhaus und damit der Gewinn ihrer eigenen Freiheit, auf Grund des Fluches ist Rosalies Mutter übervorsichtig was ihre Tochter angeht, ist ebenfalls in vollem Gange. Und auch die Liebe hält Einzug in Rosalies Leben: Gleich an ihrem ersten Arbeitstag begegnet sie René Prinz und beide fühlen sich sofort von einander angezogen. Dieser ist der Sohn der Eigentümer der Hotelkette, zu der auch das Hotel gehört, in dem Rosalie ihre Ausbildung machen wird.

Rosalie und René kommen sich schnell näher, doch immer wieder verhindern Missgeschicke, Unfälle oder auch die Familie Prinz, dass sie einander wirklich glücklich machen können. René, vorher Lebemann, beginnt plötzlich zu begreifen, was wirklich wichtig ist in seinem Leben und auch die Unwegbarkeiten, die ihnen zu ihrem Glück im Weg stehen, können sie nach und nach beseitigen.

Doch Rosalie belastet etwas: Immer wieder träumt sie von einer weißen Frau, die verflucht wurde und nur Rosalie kann sie befreien. In der Nacht ihres 17. Geburtstages beschließt Rosalie, dass es an der Zeit ist, den Fluch zu brechen ...


Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine Adaption des Grimm´schen Märchens "Dornröschen". Hier wurde Rosalie Dorn (unser Dornröschchen) in die heutige Zeit versetzt und muss ihren Weg in die Erwachsenwelt, inklusive Liebe und Leid, Unglück und Glück, finden. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht zu lesen, obwohl ich mir stellenweise gewünscht habe, er wäre auch fesselnder gewesen. Auf Grund dessen kam es zu kleineren Längen in der Geschichte. Die Figuren weisen eine wunderbare Vielfalt und Tiefe auf, was mich bei einem solch dünnen Buch positiv überrascht hat.

Bewertung: Note 2


Die Autorin:
Gabriella Engelmann, geboren 1966 in München, arbeitete als Buchhändlerin und Verlagsleiterin des Kinderbuchverlages Edition Riesenrad. Dort war sie dafür zuständig, Prominente wie Katja Riemann, Nena oder Norbert Blüm zum Schreiben zu animieren. Diese Tätigkeit bildete den Grundstein für ihr Romandebüt "Die Promijägerin". Sie lebt und arbeitet als freie Autorin in Hamburg, schreibt Romane, Kinder- und Jugendbücher und entwickelt Stoffe fürs Fernsehen.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Schon ewig wollte ich ein modernes Märchen dieser Autorin lesen und als ich das Buch in der Bibliothek entdeckte, musste ich es sofort entleihen.



Die Bibliographie ihrer Bücher findet ihr auf unserer Autorenseite

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