Montag, 27. Juni 2011

[Rezension] Alane Ferguson - Das Mädchenspiel (Cameryn Band 1)


Klappentext:
Gleich ihre erste Leiche bringt Cameryn, die neue Assistentin des Gerichtsmediziners von Silverton, an ihre Grenzen. Es ist Rachel, ihre beste Fraundin, und sie wurde offensichtlich das Opfer eines Serienmörders. Cameryn ist fest entschlossen, den Täter zur Strecke zu bringen. Die Autopsie führt sie bald auf eine Spur. Doch als sie ihr folgt, hat Cameryn gute Chancen, das nächste Mädchen im kranken Spiel des Killers zu werden.

Rezension:
Cameryn ist 17, Tochter des örtlichen Gerichtsmediziners und weiß genau, was sie beruflich machen will: Sie will Gerichtsmedizinerin werden. Widerstrebend stimmt ihr Vater zu, sie zu seiner Assistentin zu machen. Ihre Großmutter, bei der die beiden Leben, ist dagegen, sie ist der Meinung, Cameryn, solle sich mehr wie ein normales Mädchen benehmen und sich nicht immer mit dem Tod auseinandersetzen. Die Mutter verlies die Familie früh, sodass sich Cameryn kaum noch an sie erinnern kann.

Gleich ihr erster Fall ist mehr als unappetitlich - die Sicherung einer Wasserleiche in der Badewanne eines Hotels. Doch sie meistert diese Aufgabe souverän und stellt gleich noch ihr forensisches Talent unter Beweis indem sie Medikamente findet, die mit dem Tod der Wasserleiche in Verbindung stehen.

Und auch der zweite Leichenfund lässt nicht lange auf sich warten. Es handelt sich um Rachel, eine Freundin von ihr. Sie wurde gefesselt, erwürgt und einfach im Wald liegen gelassen. Bei der Autopsie fallen Cameryn Ungereimtheiten auf, die jedoch vom örtlichen Pathologen als nichtig zurückgewiesen werden. Als Cameryn weiter nachhakt, wird sie von der Autopsie ausgeschlossen; sie hat sich in dem Pathologen keinen Freund gemacht.

Doch dann taucht das Fernsehmedium Dr. Jewel in der Stadt auf mit der Behauptung, Spuren zur Feststellung des Mörders liefern zu können. Seine Indizien, wie vorab schon der Fundort der Leiche, scheinen hieb- und stichfest zu sein.

Aber auch der junge Polizist Justin, der neu in der Stadt ist, sorgt bei Cameryn für einige Aufregung. Nicht nur, dass er ihr ansich sehr sympatisch ist, er versucht auch ihre eine Nachricht ihrer Mutter zu übermitteln, wovon Cameryn jedoch nichts hören will.


Wieder einmal ein Fall von: Wer auch immer den Klappentext geschrieben hat, hat das Buch nicht gelesen. Dennoch ein wundervolles Buch über die 17-jährige Protagonistin Cameryn, die beseelt ist von dem Wunsch, Gerichtsmedizinerin zu werden und sich nebenbei mir ihrer Familie und, wie am Ende rauskommt, mit einem großen Familiengeheimnis herumschlagen muss. Ein flüssig geschriebenes Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte - die Story hat mir einfach supergut gefallen. Auf die Fortsetung "Das Chamäleon" bin ich schon sehr gespannt.

Bewertung: Note 1


Die Autorin:
Alane Ferguson, geb. 1957 in Cumberland, Maryland, studierte Journalismus an der Universität von Utah und am Westminster College. Neben zahlreichen anderen Nominierungen und Auszeichnungen wurde sie 2007 für „Forensic Files. Das Mädchenspiel“ für den Edgar Allan Poe Award, den Oscar unter den Krimi-Preisen, nominiert. Alane Ferguson hat drei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Elizabeth, Colorado.

Die Website der Autorin findet ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Ein absoluter Glücksgriff auf dem Grabbel-Tisch bei Thalia. Ich weiß, warum ich da so gerne hingehe und da so viel Zeit verbringe - es lohnt sich nämlich!


Kommentare:

Steffi hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Steffi hat gesagt…

Nun ein neuer Versuch;) Ich hab hier etwas für Euch:

http://steffisbloggg.blogspot.com/2011/06/award-von-wegen-sommerloch.html

Therry hat gesagt…

Die Rezension klingt ziemlich gut - mal sehen, ob ich vielleicht auch mal drüber stolpere :)